Asakusa & Sensō-ji★★★
Sensō-ji ist Tokyos ältester und berühmtester Tempel — gegründet im Jahr 645, als zwei Fischer eine goldene Kannon-Statue (Göttin der Barmherzigkeit) aus dem Sumida-Fluss zogen. Ob die Geschichte stimmt, ist nebensächlich — der Tempel ist ein Meisterwerk und das spirituelle Herz des alten Tokyo.
Der Besuch beginnt am Kaminarimon (Donnertor) mit seiner riesigen roten Laterne — Tokyos meistfotografiertes Motiv. Durch das Tor führt die Nakamise-dōri, eine 250 Meter lange Einkaufsstraße mit über 90 Ständen, die seit Jahrhunderten Souvenirs, Reiscracker (Senbei), Melon Pan und traditionelles Handwerk verkaufen.
Am Ende der Nakamise steht das zweite Tor (Hōzōmon) und dahinter die imposante Haupthalle mit ihrer geschwungenen Dachsilhouette. Vor der Halle steht ein großes Räuchergefäß — Japaner fächeln sich den Rauch über den Körper, um Krankheiten zu heilen. Daneben die Omikuji-Stäbe: Für ¥100 ziehst du dein Schicksalslos. Wenn du ein schlechtes Los (Kyō) bekommst, binde es an den Drahtständer — so bleibt das Pech im Tempel und geht nicht mit dir.
Das Viertel Asakusa drumherum hat den Charme des alten Shitamachi (Unterstadt-Tokyo) bewahrt: kleine Handwerksbetriebe, traditionelle Süßigkeitenläden, Rikscha-Fahrer in Kimono und die Hoppy-dōri, eine Gasse voller Izakayas, wo Einheimische abends Hoppy (bierähnliches Getränk) trinken.
💡 Tipp
Komm vor 7 Uhr morgens oder nach 19 Uhr abends — dann ist der Tempel fast menschenleer und magisch beleuchtet. Die Nakamise-Stände schließen um 17–18 Uhr, aber der Tempel selbst ist 24 Stunden zugänglich. Nachts ist Sensō-ji spektakulär beleuchtet und völlig ruhig.