María la Gorda — Tauchen★★
María la Gorda liegt am südwestlichsten Zipfel Kubas, auf der Halbinsel Guanahacabibes — und ist Kubas bestes Tauchgebiet an der Küste. Der Name (übersetzt: „dicke Maria") stammt angeblich von einer venezolanischen Frau, die von Piraten hier ausgesetzt wurde und fortan Seefahrer bewirtete.
Das Tauchgebiet bietet über 50 Tauchplätze entlang einer Steilwand, die direkt vor dem Strand auf 200 m abfällt. Die Korallenriffe sind in exzellentem Zustand — weit weg von Abwässern und Landwirtschaft. Man sieht Schwarze Korallen (selten!), riesige Schwämme, Langusten, Barrakudas, Schildkröten, gelegentlich Haie und zwischen November und März Walhaie.
Die einzige Unterkunft ist das Hotel María la Gorda (staatlich, einfach aber direkt am Strand, ab 60 €/Nacht). Das angeschlossene Tauchzentrum bietet Tauchgänge ab 30 €, Schnorcheln ab 10 €, PADI-Kurse verfügbar.
Die Anreise ist die größte Hürde: 150 km von Pinar del Río über eine einsame, löchrige Straße durch den Nationalpark Guanahacabibes. Kein öffentlicher Transport — Mietwagen oder Taxi (80–100 € one-way). Aber genau diese Abgeschiedenheit macht den Reiz aus.
💡 Tipp
Plane mindestens 2–3 Nächte ein — die lange Anfahrt lohnt sich nur, wenn man mehrere Tauchgänge macht. Bringe eigene Snacks mit, das Hotelangebot ist begrenzt. Sonnencreme und Mückenspray sind Pflicht!