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Regionen · Kapitel 7

Der Süden

Mallorca Reiseführer

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RegionenKapitel 7: Der Süden
Regionen · Kapitel 7

Der Süden

Mallorcas wilder Süden überrascht mit karibischen Traumstränden, uralten Salzfeldern, einem einsamen Fischerhafen und einem der bestgehüteten Naturparadiese des Mittelmeers: dem Cabrera-Archipel. Wer die Touristenhochburgen hinter sich lässt, findet hier die schönsten Naturstrände der Insel — allen voran Es Trenc — und eine Landschaft, die sich seit Jahrhunderten kaum verändert hat.

Süden entdecken

Der Süden Mallorcas ist die am wenigsten erschlossene Küstenregion der Insel — und genau das macht ihn so besonders. Während sich an der Ost- und Westküste Resort an Resort reiht, dominieren hier endlose Naturstrände, flache Salzlagunen und ein Hinterland aus Trockensteppen und Kiefernwäldern, das an Nordafrika erinnert.

Das Zentrum der Region bildet die Gemeinde Ses Salines mit ihren namensgebenden Salinen, die seit der Römerzeit Salz produzieren. Direkt daneben erstreckt sich der Es Trenc, Mallorcas berühmtester Naturstrand: über 3 Kilometer weißer Sand, türkisfarbenes Wasser, keine Hotelburgen. Im kleinen Hafenort Colònia de Sant Jordi legen die Boote zum Cabrera-Archipel ab — einem Nationalpark mit kristallklarem Wasser, der nur mit Genehmigung besucht werden darf.

Im Kontrast dazu steht der Norden der Region: die Playa de Palma, eine 6 Kilometer lange Strandpromenade, die von der eleganten Altstadt Palmas bis zum berüchtigten S'Arenal reicht. Hier pulsiert das touristische Herz Mallorcas — Ballermann inklusive. Doch auch hier gibt es ruhigere Abschnitte, die einen Besuch lohnen.

Im Südwesten überraschen versteckte Buchten wie Cala Pi mit dramatischen Klippen und türkisfarbenem Wasser, die selbst im Hochsommer nicht überlaufen sind. Der Süden ist ideal für alle, die Naturstrände, Vogelbeobachtung und maritime Abenteuer einem durchorganisierten Resortleben vorziehen.

Plane mindestens 3–4 Tage für den Süden ein. Ein Mietwagen ist hier unerlässlich — die besten Strände und Buchten sind per Bus kaum zu erreichen. Die Entfernungen sind überschaubar: Palma–Es Trenc ca. 50 Minuten, Palma–Colònia de Sant Jordi ca. 55 Minuten.

Tipp

Der Süden ist die perfekte Region für einen Mietwagen-Tagesausflug ab Palma. Morgens früh los (vor 9 Uhr!), um am Es Trenc noch einen Parkplatz zu bekommen. Nachmittags nach Colònia de Sant Jordi zum Fischessen, abends zurück über die Ma-6014 mit Zwischenstopp an der Cala Pi.

Es Trenc★★★

Strand kostenlos, Parkplatz ca. 7€, Liege 8–12€

Es Trenc ist Mallorcas berühmtester Naturstrand — und einer der schönsten des gesamten Mittelmeers. Über 3 Kilometer feiner, weißer Sand erstrecken sich zwischen flachen Dünen und Kiefernwäldern, dahinter das kristallklare, flach abfallende Wasser in Türkis- und Smaragdtönen. Man könnte meinen, man sei in der Karibik gelandet — nur die Pinien am Rand verraten, dass man noch in Europa ist.

Der Strand ist unbebaut und unter Naturschutz. Keine Hotels, keine Betonklötze, keine Strandpromenade. Am östlichen Ende gibt es zwei Chiringuitos (Strandbars), die Getränke, Snacks und Paella servieren — mehr Infrastruktur braucht man nicht. Sonnenliegen kosten rund 8–12 € pro Stück, Sonnenschirme ähnlich. Wer seine eigene Matte mitbringt, liegt kostenlos.

Am westlichen Ende des Strands — Richtung Ses Covetes — befindet sich ein traditioneller FKK-Abschnitt, der seit Jahrzehnten toleriert wird. Hier ist es meist ruhiger als am Hauptstrand. Der Übergang ist fließend, niemand nimmt Anstoß.

Das Wasser ist außergewöhnlich klar und flach — perfekt für Kinder und Schnorchler. Der sandige Boden fällt nur langsam ab, nach 50 Metern steht man oft noch hüfttief. An windigen Tagen (vor allem bei Südwind) können allerdings Wellen und Strömungen aufkommen.

Die Parksituation ist das größte Problem. Es gibt drei offizielle Zufahrten: von Ses Covetes (Westen), vom Parkplatz an der Landstraße (Mitte) und von Colònia de Sant Jordi (Osten, ca. 25 Minuten Fußweg). Der Parkplatz an der Landstraße (Ma-6040) fasst rund 500 Autos und kostet 7 € Tagesgebühr. Im Juli und August ist er ab 10:30 Uhr voll. Von Ses Covetes gibt es einen kleinen Gemeindeparkplatz (kostenlos, aber nur ca. 80 Plätze) und Anwohnerparkzonen — hier wird rigoros abgeschleppt.

Die beste Alternative: Früh kommen (vor 9:30 Uhr) oder ab 16 Uhr, wenn die ersten Badegäste gehen. Von Colònia de Sant Jordi zu Fuß gehen (25 Min. entlang der Küste, landschaftlich wunderschön) oder ein Fahrrad mieten (Verleih in Campos und Colònia, ca. 10 €/Tag).

Tipp

Der schönste Abschnitt liegt zwischen dem Hauptparkplatz und Ses Covetes. Einfach 10–15 Minuten nach links (Westen) laufen, dann wird es schnell ruhiger. Unbedingt genug Wasser mitnehmen — es gibt nur an den Chiringuitos Getränke, und der Fußweg vom Parkplatz dauert 10 Minuten.

Achtung

Im Hochsommer (Juli/August) wird Es Trenc zum Opfer seines eigenen Erfolgs. Bis zu 10.000 Besucher pro Tag, Staus auf der Zufahrtsstraße, volle Parkplätze ab Vormittag. Wer Ruhe sucht, kommt im Juni oder September — dann ist der Strand genauso schön, aber deutlich leerer. Oder: sehr früh morgens oder ab 17 Uhr kommen.

Ses Salines & Colònia de Sant Jordi

Colònia de Sant Jordi, Gemeinde Ses Salines

Die Salines de Llevant (Salinen von Ses Salines) sind eines der ältesten noch aktiven Salzgewinnungsgebiete des Mittelmeers. Seit der Römerzeit wird hier Meersalz gewonnen — die rosafarbenen Salzpfannen, die sich über 150 Hektar zwischen dem Ort Ses Salines und der Küste erstrecken, sind ein faszinierender Anblick. Im Frühling und Herbst rasten hier Flamingos, Stelzenläufer und Seidenreiher auf ihrem Weg zwischen Afrika und Nordeuropa. Die beste Beobachtungszeit ist morgens zwischen 7 und 9 Uhr, wenn die Vögel aktiv sind und das Licht perfekt.

Das Flor de Sal d'Es Trenc — das Premium-Meersalz dieser Salinen — ist international bekannt und wird in Gourmetküchen weltweit verwendet. Im kleinen Salz-Shop am Ortsrand von Ses Salines (Calle Marjals) kann man verschiedene Sorten kaufen: Natur, mit Hibiskus, mit Oliven, mit mediterranen Kräutern. Preise: 4–8 € pro Dose. Ein perfektes Mitbringsel.

Colònia de Sant Jordi liegt 5 Kilometer südlich und ist ein charmanter, unprätentiöser Fischerort, der sich seinen entspannten Charakter bewahrt hat. Der kleine Hafen mit seinen bunten Llaüts (mallorquinischen Fischerbooten) ist das Herz des Ortes. Hier legen auch die Ausflugsboote zum Cabrera-Archipel ab — die wichtigste touristische Attraktion der Region.

Der Ort hat einen eigenen Strand (Platja des Port), der kleiner und geschützter als Es Trenc ist, dafür aber näher an Restaurants und Cafés. Am östlichen Ortsende liegt die Platja d'es Dolç, ein ruhigerer Sandstrand mit Blick auf die vorgelagerten Inseln.

Rund um den Hafen reihen sich ausgezeichnete Fischrestaurants. Colònia de Sant Jordi hat sich in den letzten Jahren zu einem kleinen kulinarischen Hotspot entwickelt — mit weniger Hype und niedrigeren Preisen als Port d'Andratx oder Deià. Dazu gibt es ein kleines Salzmuseum (Centro de Interpretación de las Salinas) am Ortsrand, das die 2.000-jährige Geschichte der Salzgewinnung dokumentiert.

Der Wochenmarkt findet mittwochs statt (8–13 Uhr) und ist deutlich authentischer als die Touristenmärkte in Artà oder Santanyí. Hier kaufen Einheimische ein: frisches Gemüse, Sobrassada, lokaler Käse, Mandeln.

Tipp

Für die Flamingo-Beobachtung: Die besten Stellen sind an der Ma-6100 zwischen Ses Salines und Colònia de Sant Jordi, ca. 2 km nach dem Ortsausgang. Einfach am Straßenrand parken und von der Brücke über den Kanal schauen. Oktober–November und Februar–März sind die besten Monate. Fernglas mitbringen!

Parc Nacional Cabrera★★★

Abfahrt ca. 9:30, Rückkehr ca. 17:00 (April–Oktober)
45–55€ (Erwachsene), 25–30€ (Kinder) für Ganztagesfahrt

Der Cabrera-Archipel ist Mallorcas bestgehütetes Naturjuwel — und einer der am strengsten geschützten Nationalparks Spaniens. Die Inselgruppe (19 kleine Inseln und Felsen) liegt 14 Kilometer südlich von Colònia de Sant Jordi und ist nur per genehmigter Bootsfahrt erreichbar. Seit 1991 steht das gesamte Gebiet — einschließlich der umliegenden Gewässer — unter strengstem Schutz. Keine Hotels, keine Bebauung, keine privaten Boote ohne Genehmigung.

Das Ergebnis: ein Unterwasserparadies, das seinesgleichen im westlichen Mittelmeer sucht. Das Wasser ist so klar, dass man vom Boot aus den Grund in 20 Metern Tiefe sehen kann. Posidonia-Seegraswiesen, Barrakuda-Schwärme, Meeresschildkröten (mit Glück), Muränen, Zackenbarsche — die Artenvielfalt ist atemberaubend. Schnorcheln in der Cova Blava (Blaue Grotte) ist das Highlight: eine Meereshöhle, in der das Licht den gesamten Raum in unwirkliches Kobaltblau taucht.

Auf der Hauptinsel steht ein Kastell aus dem 14. Jahrhundert, das als Wachturm gegen Piraten errichtet wurde. Der 20-minütige Aufstieg wird mit einem 360°-Panorama über den gesamten Archipel belohnt. An Land gibt es eine kleine Ausstellung zur Naturgeschichte, einen Wanderweg zum Leuchtturm (ca. 1 Stunde) und Picknickmöglichkeiten.

Die Standardtour dauert einen ganzen Tag: Abfahrt ab Colònia de Sant Jordi um 9:30 Uhr, Rückkehr gegen 17:00 Uhr. Die Überfahrt dauert ca. 45 Minuten. Im Preis (ca. 45–55 € Erwachsene, 25–30 € Kinder) sind die Bootsfahrt, ein Stopp zum Schnorcheln und der Besuch der Blauen Grotte enthalten. Auf der Insel hat man ca. 3–4 Stunden freie Zeit zum Wandern, Baden oder Picknicken.

Es gibt auch Schnellboot-Touren (ca. 90 €, 3 Stunden) für alle, die weniger Zeit haben, sowie Tauchexkursionen für zertifizierte Taucher (ca. 80–120 € inkl. Equipment). Die Tauchspots im Nationalpark gehören zu den besten des Mittelmeers — riesige Zackenbarsche, Adlerrochen und Langusten in Unterwasserschluchten.

Wichtig: Die Besucherzahl ist auf ca. 200–300 Personen pro Tag begrenzt. In der Hochsaison (Juli/August) sind die Boote oft Wochen im Voraus ausgebucht. Buchung direkt bei Excursions a Cabrera (excursionsacabrera.es) oder Marcabrera (marcabrera.com).

Tipp

Buche mindestens 2–3 Wochen im Voraus, in der Hochsaison sogar 4–6 Wochen. Nimm die Ganztagesfahrt, nicht das Schnellboot — nur so hast du genug Zeit für die Insel UND die Blaue Grotte. Sonnencreme, Schnorchelausrüstung, Wasser und Picknick mitbringen — auf der Insel gibt es weder Shops noch Restaurants. Wer leicht seekrank wird: Reisetabletten nehmen, die Überfahrt kann bei Wind wellig sein.

Achtung

Ohne Vorausbuchung hat man in der Hochsaison praktisch keine Chance auf einen Platz. Auch der Besitz einer Privatyacht hilft nicht — man braucht eine offizielle Genehmigung des Nationalparks, und die wird für Privatboote nur sehr begrenzt vergeben.

Playa de Palma & S'Arenal

Die Playa de Palma ist Mallorcas längster zusammenhängender Stadtstrand: 6 Kilometer feiner Sand von Can Pastilla im Westen bis S'Arenal im Osten, durchnummeriert in 15 Balnearios (Strandabschnitte). Es ist der meistbesuchte Strand der Insel — und einer der polarisierendsten Orte des gesamten Mittelmeers.

Ja, hier liegt der Ballermann. Die Balnearios 5 bis 7 am östlichen Ende (S'Arenal) sind die Zone, die jeder kennt: Bierkönig, Megapark, Schinkenstraße. Deutsche Schlagermusik, Sangria-Eimer, Partyexzesse. Die Schlagzeilen schreiben sich von selbst. Wer das sucht, findet es hier in konzentrierter Form — wer es meiden will, sollte diesen Abschnitt links liegen lassen.

Doch die Playa de Palma ist weit mehr als der Ballermann. Das wird oft vergessen. Die westlichen Abschnitte rund um Can Pastilla und Ciudad Jardín (Balnearios 1–3) sind erstaunlich ruhig, gepflegt und familienfreundlich. Hier flanieren Einheimische, Familien breiten ihre Decken aus, und es gibt ordentliche Restaurants statt Billigkneipen. Die Stadt Palma hat in den letzten Jahren massiv in die Aufwertung der Strandpromenade investiert: neue Radwege, begrünte Flächen, bessere Beleuchtung.

Der Strand selbst ist — unabhängig vom Abschnitt — hervorragend: feiner, heller Sand, flach abfallendes Wasser, Rettungsschwimmer, barrierefreie Zugänge, Duschen, Toiletten. Die Infrastruktur ist erstklassig. Sonnenliegen kosten ca. 8–10 € pro Stück, Sonnenschirme ähnlich.

Praktisch ist die Busanbindung: Die Linie 25 (EMT Palma) fährt alle 10–15 Minuten von der Playa de Palma ins Zentrum von Palma (ca. 20 Minuten, 2 €). Auch der Flughafen liegt nur 5 Minuten mit dem Auto entfernt — perfekt für den letzten Strandtag vor dem Abflug.

Die Balnearios 8–10 (Mitte) bieten einen guten Kompromiss: belebt, aber nicht überlaufen, einige nette Strandbars, und der breite Radweg auf der Promenade lädt zum Fahrradfahren ein. Fahrradverleih gibt es an mehreren Stellen (ca. 8–12 €/Tag).

Tipp

Die Playa de Palma ist perfekt für einen Strandtag am Ankunfts- oder Abreisetag — nur 5 Minuten vom Flughafen. Die besten Abschnitte für Familien: Balnearios 1–4 (Can Pastilla). Für junge Leute ohne Partyambitionen: Balnearios 8–10 (gute Beach Bars, aber keine Exzesse). Den Ballermann-Bereich (Balnearios 5–7) kann man meiden, ohne etwas zu verpassen — es sei denn, man sucht genau das.

Cala Pi & Südwest-Buchten

Cala Pi ist eine der dramatischsten Buchten Mallorcas — und ein Geheimtipp, der es noch nicht in jeden Reiseführer geschafft hat. Eine tiefe, fjordartige Bucht schneidet sich zwischen 30 Meter hohe, senkrechte Kalksteinklippen ins Land. Unten: ein schmaler Sandstrand, darüber ein altes Wachtturm-Ruine (Torre de Cala Pi, 17. Jh.), rundherum nichts als Natur. Der Zugang erfolgt über eine steile Steintreppe (147 Stufen), die in den Fels gehauen ist — atemberaubend, aber nichts für Gehbehinderte oder kleine Kinder ohne Aufsicht.

Das Wasser in der Bucht ist so klar, dass man jeden Stein am Grund sehen kann. Da die Bucht nach Süden geschützt ist, bleibt das Meer meist ruhig — ideal zum Schnorcheln entlang der Felswände, wo Fische in den Unterwasserhöhlen Schutz suchen. Der Strand ist klein (ca. 50 Meter breit), daher im Hochsommer recht voll. Am besten morgens oder ab 16 Uhr kommen.

Oberhalb der Bucht liegt die gleichnamige Urbanización Cala Pi, eine ruhige Ferienhaussiedlung mit einigen Restaurants und einem kleinen Supermarkt. Hier gibt es auch kostenlose Parkplätze (ca. 5 Minuten Fußweg zum Treppenabstieg).

Weitere Buchten im Südwesten

Cala Llombards liegt 20 Autominuten östlich und ist ebenfalls ein Naturjuwel: eine kleine Sandbucht zwischen goldenen Felswänden, die an eine Miniaturversion der Algarve erinnert. Der Zugang ist einfacher als bei Cala Pi (kein steiler Abstieg). Parken am Straßenrand oberhalb, ca. 5 Minuten Fußweg. Keine Infrastruktur am Strand — Getränke und Snacks mitbringen.

Caló des Moro — die Instagram-berühmte Nachbarbucht von Cala Llombards — liegt 10 Gehminuten südlich und bietet türkisfarbenes Wasser zwischen dramatischen Felsen. Allerdings: Seit die Bucht viral ging, ist sie im Sommer hoffnungslos überlaufen (Kapazität: ca. 150 Personen). Komme vor 9 Uhr oder gar nicht.

Cala Beltrán und Cala Marmols sind die wahren Geheimtipps: beide nur zu Fuß erreichbar (30 bzw. 90 Minuten Wanderung von der nächsten Straße), dafür garantiert menschenleer. Cala Marmols ist ein Traum — 40 Meter breiter Sandstrand, von Klippen umrahmt, kein Mensch in Sicht. Aber: unbedingt genug Wasser und Sonnenschutz mitnehmen, es gibt keinerlei Infrastruktur, und der Rückweg ist anstrengend.

Tipp

Die perfekte Buchtentour: Morgens früh Cala Pi (Treppe runter, 2 Stunden baden), dann weiter nach Cala Llombards zum Mittagessen im Restaurant Es Pontàs oberhalb der Bucht (guter Fisch, moderate Preise). Nachmittags zurück über die Landstraße mit Stopp an der Cala Beltrán für Einsamkeit. Insgesamt ein entspannter Tagesausflug ab Palma (jeweils ca. 40 Min. Fahrt).

Essen im Süden

Colònia de Sant Jordi — Fisch vom Feinsten

La Sal · Carrer Gabriel Roca, Colònia de Sant Jordi
Direkt am Hafen gelegen, mit Blick auf die Fischerboote. Frischer Fisch des Tages, hervorragende Paella (mind. 2 Personen, ca. 18€/Person), exzellente Gambas al ajillo. Die Terrasse ist abends bei Sonnenuntergang ein Traum. Reservierung im Sommer empfohlen.
15–30€ · Täglich 12–23 Uhr · ★★

Port Blau · Puerto de Colònia de Sant Jordi
Unprätentiöses Hafenrestaurant mit den frischesten Meeresfrüchten der Region. Die Fischsuppe (Caldereta de peix) ist legendär. Dazu den lokalen Weißwein aus Binissalem probieren. Einfaches Ambiente, großartige Qualität.
12–25€ · Di–So 12–22 Uhr · ★★

Sal de Cocó · Carrer Centre 12, Ses Salines
Eines der besten Restaurants im gesamten Süden. Kreative mallorquinische Küche mit lokalen Produkten: Lamm aus dem Hinterland, Fisch aus Colònia, Gemüse von den umliegenden Fincas. Degustationsmenü ca. 55€. Inneneinrichtung modern und stilvoll, Dachterrasse mit Dorfblick.
25–55€ · Mi–Mo 19–23 Uhr · ★★★ · Reservierung Pflicht!

Am Es Trenc — Strandküche

Es Trenc Restaurant (Chiringuito am Ostende)
Der bekanntere der beiden Strand-Chiringuitos. Paella, gegrillter Fisch, Sangria, Mojitos. Die Qualität ist für einen Strandkiosk überraschend gut. Preise entsprechend der Lage: 12–20€ für ein Hauptgericht. Perfekt für ein Mittagessen mit Meerblick und Füßen im Sand.
12–20€ · Täglich 10–18 Uhr (Mai–Oktober)

Sa Ràpita Beach Club · Platja de Sa Ràpita
Am benachbarten Strand von Sa Ràpita, 10 Autominuten westlich von Es Trenc. Deutlich entspannter, weniger überlaufen und mit einem netten Beach Club, der solide mediterrane Küche serviert. Cocktails bei Sonnenuntergang sind hier besser als an jedem anderen Strandabschnitt der Südküste.
10–22€ · Täglich 10–Sonnenuntergang (Mai–Okt)

S'Arenal & Playa de Palma — Jenseits der Touristenfallen

Ja, man kann in S'Arenal gut essen — wenn man weiß, wo. Die Hauptstraßen direkt am Ballermann sind voller Touristenfallen mit laminierten Speisekarten in fünf Sprachen. Stattdessen:

Ca'n Torrat · Carrer Trasimè 12, S'Arenal
Zwei Straßen hinter der Strandpromenade: mallorquinisches Grillrestaurant, bei Einheimischen beliebt. Fleisch und Fisch auf dem offenen Holzkohlegrill. Kein Schnickschnack, große Portionen, faire Preise. Tumbet (mallorquinischer Gemüseauflauf) als Beilage bestellen.
10–20€ · Di–So 12–23 Uhr

Es Molí de'n Bou · Carrer Almirante Moreno 6, Sa Coma (bei S'Illot)
Etwas weiter östlich, aber erwähnenswert: Mallorcas einziges Michelin-Stern-Restaurant außerhalb von Palma (Stand 2025). Kreative Inselküche auf höchstem Niveau, Degustationsmenü ab ca. 85€. Für besondere Anlässe.
65–120€ · Mi–So 19:30–22:30 · ★★★ · Reservierung weit im Voraus!

Tipp

Die beste kulinarische Erfahrung im Süden ist ein Mittagessen in Colònia de Sant Jordi direkt nach dem Cabrera-Ausflug: Hungrig vom Boot steigen und im Port Blau oder La Sal frischen Fisch bestellen — besser wird der Tag nicht mehr. Für den Es-Trenc-Tag: Picknick mitbringen ist günstiger und entspannter als die Chiringuito-Preise.

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