Praktische Infos A–Z · Abschnitt 1/16

Ärztliche Versorgung

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Ärztliche Versorgung

Portugal hat ein öffentliches Gesundheitssystem (SNS), das für EU-Bürger mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) zugänglich ist. Die Qualität der medizinischen Versorgung ist in den Städten gut bis sehr gut — Lissabon und Porto haben exzellente Krankenhäuser. Im ländlichen Hinterland kann die nächste Notaufnahme allerdings weit entfernt sein.

Anlaufstellen

  • Centro de Saúde — örtliche Gesundheitszentren für nicht-dringende Fälle. Wartezeiten können lang sein (mehrere Stunden)
  • Urgências (Notaufnahme) — in allen größeren Krankenhäusern. Für EU-Bürger mit EHIC kostenlos (bei dringenden Fällen)
  • Privatkliniken — deutlich kürzere Wartezeiten. Eine Konsultation kostet 50–100 €. Die Grupo CUF und Hospital da Luz sind die größten privaten Ketten
  • Farmácia (Apotheke) — Apotheker in Portugal sind gut ausgebildet und können bei leichten Beschwerden beraten. Viele Medikamente, die in Deutschland verschreibungspflichtig sind, gibt es hier rezeptfrei. Apotheken sind durch ein grünes Kreuz gekennzeichnet

Empfehlungen

Eine Auslandskrankenversicherung ist dringend empfohlen — sie kostet nur wenige Euro pro Jahr und deckt Rücktransport und Privatbehandlung ab, die von der EHIC nicht übernommen werden. In touristischen Gebieten der Algarve und in Lissabon gibt es auch Ärzte, die Deutsch oder Englisch sprechen. Die deutsche Botschaft kann im Notfall Ärzte vermitteln.

Die Notrufnummer in Portugal ist 112 (europaweit). Der Rettungsdienst (INEM) reagiert in Städten schnell, auf dem Land können Wartezeiten auftreten.

💡 Tipp

Die Notfall-App „MySNS Tempos" zeigt Echtzeit-Wartezeiten in allen Notaufnahmen Portugals an — extrem nützlich, um das nächste Krankenhaus mit der kürzesten Wartezeit zu finden.

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