Costa del Sud & Chia
Die Costa del Sud (Südküste) ist Sardiniens Gegenpol zur Costa Smeralda: Statt Glamour und Yachten findest du hier wilde, einsame Buchten, türkises Wasser, duftende Macchia und eine Handvoll kleiner Badeorte, die sich ihren Charme bewahrt haben. Die Küste zwischen Chia und Teulada gehört zu den schönsten und ursprünglichsten Abschnitten der gesamten Insel.
Chia ist der Star der Südküste: Mehrere Buchten mit pudrigem weißem Sand, kristallklarem Wasser und den Überresten eines spanischen Wachturms (Torre di Chia) auf einer Landzunge bilden eine Postkartenkulisse. Die Spiaggia Su Giudeu ist der bekannteste Strand — eine vorgelagerte Sandinsel, zu der man bei Ebbe hinüberwaten kann. Dahinter liegt eine Lagune, in der Flamingos nisten. Die Cala Cipolla daneben ist kleiner und intimer, umrahmt von Wacholder und Pinien.
Weiter westlich wird die Küste wilder: Tuerredda ist eine halbmondförmige Bucht mit unwirklich türkisem Wasser, die oft als einer der schönsten Strände Italiens gelistet wird. Die vorgelagerte Isola di Tuerredda ist per Kanu oder Schwimmend erreichbar. Ab hier wird die Küstenstraße SP71 zur Panoramaroute: Sie schlängelt sich durch Macchia und Pinienwald, vorbei an einsamen Buchten und Militärgebieten (Capo Teulada — gesperrt, aber die Strände davor sind zugänglich), bis nach Sant'Anna Arresi.
Östlich von Cagliari lockt die Costa Rei mit einem zehn Kilometer langen Sandstrand und der fotogenen Felsnadel Scoglio di Peppino. Die Küste hier ist familienfreundlicher und weniger wild als der Südwesten, aber das Wasser ist genauso klar und die Strände weitläufig genug, um auch im Sommer ein ruhiges Plätzchen zu finden.
💡 Tipp
Chia und die Costa del Sud sind ideal als Basis für einen entspannten Strandurlaub mit Tagesausflügen nach Cagliari (45 Min.), Nora (30 Min.) und Su Nuraxi (1,5 Std.). Im Mai und September hat man die Strände fast für sich allein.