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Regionen · Kapitel 3

Barcelona & Katalonien

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RegionenKapitel 3: Barcelona & Katalonien
Regionen · Kapitel 3

Barcelona & Katalonien

Gaudí, Meer, Tapas — Spaniens kreativste Stadt. Barcelona ist eine Stadt, die sich ständig neu erfindet und trotzdem ihre Wurzeln pflegt. Zwischen den organischen Formen der Modernisme-Architektur, den mittelalterlichen Gassen des Barri Gòtic und den kilometerlangen Stadtstränden entfaltet sich eine Energie, die süchtig macht. Dazu eine der aufregendsten Gastronomieszenen Europas und ein Nachtleben, das erst nach Mitternacht beginnt.

Sagrada Família★★★

Carrer de Mallorca 401, 08013 Barcelona
Mo–Sa 9:00–20:00 Uhr (Sommer), 9:00–18:00 Uhr (Winter). So 10:30–20:00 Uhr.
Basilika 26 €, mit Turmbesuch 36 €, mit Audioguide 40 €. Unter 11 frei.

Antoni Gaudís unvollendetes Meisterwerk ist nicht nur Barcelonas Wahrzeichen, sondern eines der außergewöhnlichsten Bauwerke der Menschheitsgeschichte. Seit 1882 wird an der Basilika gebaut — und sie wird voraussichtlich 2026, zum 100. Todestag Gaudís, endlich fertiggestellt. Was als neogotische Kirche begann, verwandelte Gaudí in eine organische Kathedrale der Natur: Die Säulen im Inneren verzweigen sich wie Bäume, das Licht fällt durch farbige Glasfenster und taucht den Raum in ein überirdisches Farbenspiel — morgens golden-warm (Ostseite), nachmittags kühl-blau (Westseite).

Die drei Fassaden erzählen die Geschichte Christi: Die Geburtsfassade (Nordosten, noch zu Gaudís Lebzeiten fertig) zeigt eine üppige, naturalistisch-verspielte Darstellung der Geburt. Die Passionsfassade (Südwesten, von Josep Maria Subirachs) ist kantig, streng und emotional aufwühlend. Die Glorienfassade (Haupteingang, noch im Bau) wird die größte und symbolischste.

Der Turmaufstieg (per Aufzug hoch, zu Fuß über eine enge Wendeltreppe hinunter) bietet Panoramablicke über die Stadt bis zum Meer. Wähle die Geburtsfassade für den besseren Blick und die interessantere Treppe. Im Untergeschoss zeigt das Museum Gaudís Originalmodelle und erklärt seine geniale Technik der „umgekehrten Kettenlinie" — er hängte Schnüre mit Gewichten auf, fotografierte sie und drehte das Bild um, um die perfekte statische Form zu finden.

Tipp

Online-Tickets sind absolute Pflicht — Tickets gibt es vor Ort nicht! Buche mindestens 2–3 Wochen im Voraus, in der Hochsaison sogar 4–6 Wochen. Bester Zeitslot: 9:00 Uhr (weniger voll) oder 15:00–16:00 Uhr (das schönste Licht durch die Westfenster). Kombi-Ticket mit Turmbesuch unbedingt dazubuchen — lohnt sich absolut.

Park Güell★★★

Carrer d'Olot 5, 08024 Barcelona
Täglich 9:30–19:30 Uhr (Sommer), 9:30–17:30 Uhr (Winter). Zeiten variieren saisonal.
Monumentalzone 10 €. Online-Vorabbuchung erforderlich. Unter 7 frei. Restkarten vor Ort selten verfügbar.

Gaudís Gartenstadt-Utopie thront auf dem Carmel-Hügel und ist ein Gesamtkunstwerk aus Natur und Architektur. Ursprünglich als exklusive Wohnsiedlung für 60 Familien geplant (von denen nur zwei Häuser gebaut wurden), wurde der Park 1926 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ist seit 1984 UNESCO-Welterbe.

Die Monumentalzone (kostenpflichtig) umfasst die berühmtesten Elemente: die geschwungene Mosaikbank auf der Terrasse mit Panoramablick über Barcelona und das Meer — jeder Abschnitt von Gaudís Mitarbeiter Josep Maria Jujol individuell mit Keramikscherben (Trencadís) gestaltet. Darunter die Sala Hipòstila (Säulenhalle) mit 86 dorischen Säulen, die ursprünglich als Markthalle dienen sollte. Der Drachenbrunnen am Eingang mit dem bunten Mosaik-Salamander (eigentlich ein Molch) ist Barcelonas meistfotografiertes Motiv.

Der kostenlose Teil des Parks ist weitläufig und bietet herrliche Spazierwege durch mediterrane Vegetation mit Aussichtspunkten auf die Stadt. Besonders schön: der Kalvarienberg ganz oben mit drei Steinkreuzen und 360°-Panorama.

Tipp

Komme zur Öffnung um 9:30 Uhr oder ab 17:00 Uhr — mittags ist es voll und heiß. Der Aufstieg vom Stadtzentrum ist steil; nimm den Bus 24 oder die Metro L3 bis Vallcarca und folge den Rolltreppen. Oben angekommen lohnt sich ein Abstecher zum „Turó de les Tres Creus" — der beste Aussichtspunkt, den die meisten Touristen verpassen.

Barri Gòtic (Gotisches Viertel)★★★

Barri Gòtic, Ciutat Vella, 08002 Barcelona

Das Barri Gòtic ist das mittelalterliche Herz Barcelonas — ein Labyrinth aus engen Gassen, versteckten Plätzen und gotischen Palästen, das auf den Überresten der römischen Kolonie Barcino (15 v. Chr.) errichtet wurde. Hier pulsiert das authentische Barcelona zwischen jahrhundertealten Kirchen, Flamenco-Bars, Vintage-Läden und versteckten Tapas-Lokalen.

Kathedrale von Barcelona (La Seu) ★★★

Die gotische Kathedrale (erbaut 1298–1448) überragt das Viertel mit ihrer filigranen Fassade. Im schattigen Kreuzgang leben 13 weiße Gänse — eine für jedes Lebensjahr der heiligen Eulàlia, Schutzpatronin Barcelonas. Die Dachterrasse (Aufzug 3 €) bietet einen herrlichen Rundumblick. Eintritt zur Kathedrale: kostenlos (Mo–Sa 8:00–12:30 Uhr), sonst 9 €.

Plaça del Rei ★★★

Der schönste mittelalterliche Platz Barcelonas, umgeben vom Königspalast (Palau Reial Major) mit dem beeindruckenden Tinell-Saal. Unter dem Platz: das MUHBA (Museu d'Història de Barcelona) mit 4.000 m² ausgegrabener römischer Straßen, Häuser und Werkstätten — ein unterirdischer Spaziergang durch das antike Barcino. Eintritt 7 €.

Plaça Sant Felip Neri ★★

Ein versteckter, stiller Platz mit einer barocken Kirche, deren Fassade noch die Einschusslöcher aus dem Bürgerkrieg (1938) zeigt. Einer der emotionalsten Orte Barcelonas, abseits der Touristenmassen. Der Brunnen in der Mitte, die Bäume — eine Oase der Ruhe.

Carrer del Bisbe

Die fotogenste Gasse des Viertels mit der neugotischen Seufzerbrücke (Pont del Bisbe, 1928), die den Palau de la Generalitat mit dem Haus der Kanoniker verbindet. Darunter hindurchgehen und nach oben schauen — Postkartenmotiv.

La Rambla & Mercat de la Boquería★★

La Rambla, 08001 Barcelona
Boquería: Mo–Sa 8:00–20:30 Uhr. Sonntags geschlossen.
Boquería: Eintritt frei. Essen an den Ständen 3–18 €.

La Rambla ist Barcelonas berühmtester Boulevard — eine 1,2 km lange, baumgesäumte Flaniermeile vom Plaça de Catalunya bis hinunter zum Hafen. Einst das pulsierende Herzstück der Stadt, ist die Rambla heute vor allem touristisch überlaufen: Souvenirshops, überteuerte Terrassen, Straßenkünstler und leider auch Taschendiebe dominieren. Trotzdem lohnt ein Spaziergang — aber mit gesundem Misstrauen und ohne in den Restaurants am Straßenrand einzukehren.

Die wahren Highlights liegen abseits der Hauptmeile:

Mercat de la Boquería ★★★

Barcelonas legendärer Lebensmittelmarkt (seit 1217!) ist ein Fest für alle Sinne. Unter der Eisenglaskonstruktion reihen sich Stände mit leuchtenden Obstpyramiden, Ibérico-Schinken, frischem Fisch, katalanischen Käsesorten und frisch gepressten Säften. Der Markt ist am authentischsten werktags morgens (8:00–11:00 Uhr) — dann kaufen hier tatsächlich noch Einheimische ein. Am Wochenende und mittags ist er touristisch überlaufen.

Empfehlungen: El Quim de la Boquería (Tresen-Bar im Markt, fantastische Eier mit Babyaalen oder Artischocken, 12–18 €), Pinotxo Bar (legendäre Tapas-Bar seit 1940, Stammplatz der Marktarbeiter), frisch geschnittener Jamón Ibérico de Bellota bei den Schinkenständen (Probiertellerchen ab 5 €).

Plaça Reial ★★

Direkt neben La Rambla, durch einen Torbogen erreichbar, liegt dieser elegante Platz mit Palmen, Arkaden und den von einem jungen Gaudí entworfenen Straßenlaternen (sein erster öffentlicher Auftrag!). Abends wird die Plaça Reial lebendig: Jazz-Clubs (Jamboree, Tarantos), Cocktailbars und Restaurants. Tagsüber eher ruhig — ideal für einen Café con Leche in der Sonne.

Tipp

Meide die Restaurants direkt an La Rambla — sie sind überteuert und mittelmäßig. Geh stattdessen eine Gasse ins Barri Gòtic oder nach El Raval. Die Boquería ist sonntags geschlossen. Und: Halte deine Wertsachen im Griff — La Rambla ist Barcelonas Hotspot für Taschendiebe.

Achtung

Die Hütchenspieler auf La Rambla sind professionelle Betrüger mit Komplizen im Publikum. Du kannst nicht gewinnen. Nicht stehen bleiben, nicht zuschauen.

Barceloneta & Strand★★

Barceloneta, 08003 Barcelona

Barceloneta ist Barcelonas altes Fischerviertel — enge Gassen, Wäsche auf Balkonen, verwitterte Fassaden und der Geruch von gegrilltem Fisch aus den Chiringuitos. Das Viertel wurde im 18. Jahrhundert als Reihenhaussiedlung für die vertriebenen Bewohner der Ribera angelegt und hat sich seinen rauen, volkstümlichen Charakter bewahrt, trotz zunehmender Gentrifizierung.

Der Platja de la Barceloneta erstreckt sich über 1,1 km direkt vor dem Viertel und ist Barcelonas bekanntester (und vollster) Stadtstrand. Goldener Sand, lebhaftes Treiben, Chiringuitos mit Bier und Paella, Volleyballfelder und Skater auf der Promenade. Am Wochenende im Sommer: Sardinenbüchse. Wer es ruhiger mag, geht weiter nordöstlich zum Platja del Bogatell oder Platja de la Mar Bella (letzterer mit FKK-Abschnitt).

Am Hafen liegt das Mirador de Colom (Kolumbus-Säule, 60 m hoch, Aufzug 6 €) mit Rundumblick. Der Port Olímpic weiter nordöstlich hat Restaurants und Bars am Wasser — touristisch, aber abends atmosphärisch. Für frischen Fisch lieber in die Gassen der Barceloneta gehen.

Tipp

Die besten Strände sind nicht in Barceloneta selbst, sondern weiter nordöstlich: Bogatell (lokal, entspannt) und Mar Bella (alternativ, jung). Für Fisch-Restaurants in Barceloneta: Can Paixano (La Xampanyeria) — Cava und Bocadillos am Stehtresen für 3–5 €, eine Institution. La Mar Salada für gehobene Meeresfrüchte (Hauptgericht 15–22 €).

El Born & Museu Picasso★★★

Carrer de Montcada 15–23, 08003 Barcelona
Di–So 10:00–19:00 Uhr, Do bis 21:30 Uhr. Montags geschlossen.
Museu Picasso: 12 € (Sammlung), 14 € (Sammlung + Sonderausstellung). Unter 18 frei.

El Born (offiziell Sant Pere, Santa Caterina i la Ribera) ist Barcelonas trendigstes Altstadtviertel — eine perfekte Mischung aus mittelalterlicher Architektur, unabhängigen Boutiquen, Cocktailbars und einigen der besten Restaurants der Stadt. Die schmalen Gassen rund um den Passeig del Born (die ehemalige Turnier-Promenade) vibrieren vor Energie, ohne so überlaufen zu sein wie das Barri Gòtic.

Museu Picasso ★★★

In fünf zusammenhängenden gotischen Palästen an der Carrer de Montcada zeigt das Museum über 4.200 Werke Pablo Picassos, mit Schwerpunkt auf seinen Jugendwerken und der Barcelona-Periode (1895–1904). Besonders beeindruckend: die vollständige Serie „Las Meninas" (58 Variationen des Velázquez-Gemäldes) und die Blaue Periode, in der Picassos Genie erstmals aufblitzte. Die Sammlung zeigt, wie der junge Picasso in Barcelona zum revolutionärsten Künstler des 20. Jahrhunderts reifte.

Basílica de Santa Maria del Mar ★★★

Die „Kathedrale des Meeres" (1329–1383) ist das Meisterwerk der katalanischen Gotik und Barcelonas schönste Kirche — schlichter und eleganter als die offizielle Kathedrale. Das Innere beeindruckt durch seine harmonischen Proportionen: schlanke Säulen im Abstand von 13 Metern, ein lichtdurchflutetes Mittelschiff. Bekannt durch den Bestseller „Die Kathedrale des Meeres" von Ildefonso Falcones. Eintritt frei, Dachterrassen-Tour 10 €.

El Born Centre de Cultura i Memòria

Die ehemalige Markthalle (1876) wurde bei Ausgrabungen zur Sensation: Unter dem Boden kamen die Ruinen des Viertels von 1714 ans Licht — zerstört nach der Belagerung Barcelonas im Erbfolgekrieg. Heute ein Kulturzentrum und Gedenkort für den Verlust der katalanischen Freiheiten. Eintritt frei.

Tipp

Das Museu Picasso hat donnerstags ab 17:00 Uhr und jeden ersten Sonntag im Monat freien Eintritt — dann allerdings mit Warteschlange. Online-Tickets (12 €) kaufen und den Audioguide (5 €) dazubuchen — er erklärt den Kontext von Picassos Barcelona-Jahren hervorragend. Die Carrer de Montcada selbst ist eine der schönsten mittelalterlichen Straßen Europas.

Montjuïc★★

Parc de Montjuïc, 08038 Barcelona

Der Montjuïc (173 m) ist Barcelonas grüner Hausberg und ein Universum für sich: Museen, Gärten, eine Festung, Olympia-Anlagen und Panoramablicke auf Stadt, Hafen und Meer. Benannt nach dem mittelalterlichen jüdischen Friedhof (Mont Juïc = „Judenberg"), wurde der Hügel für die Weltausstellung 1929 und die Olympischen Spiele 1992 großflächig umgestaltet.

Fundació Joan Miró ★★★

Das von Josep Lluís Sert entworfene Museum (1975) beherbergt die weltweit größte Sammlung von Joan Mirós Werken — über 10.000 Stücke, darunter Gemälde, Skulpturen, Textilien und Keramiken. Das lichtdurchflutete Gebäude ist selbst ein Meisterwerk der Museumsarchitektur. Auf der Dachterrasse: Skulpturen und Blick über Barcelona. Eintritt 15 €.

MNAC (Museu Nacional d'Art de Catalunya) ★★★

Im imposanten Palau Nacional residiert Kataloniens Nationalmuseum mit der weltweit bedeutendsten Sammlung romanischer Wandmalereien (aus Pyrenäen-Kirchen gerettet, 11.–13. Jh.) — allein dafür lohnt der Besuch. Dazu gotische, Renaissance- und Barockkunst sowie eine Sammlung katalanischer Modernisme-Möbel und -Design. Die Terrasse bietet den klassischen Postkarten-Blick über die Fontäne, die Plaça d'Espanya und die Stadt. Eintritt 12 €, Sa ab 15:00 Uhr frei.

Castell de Montjuïc ★★

Die Festung auf dem Gipfel (17.–18. Jh.) hat eine düstere Geschichte — als Gefängnis und Hinrichtungsstätte unter Franco. Heute ein Gedenkort mit einer Ausstellung zur Geschichte und einem Panoramarundgang mit dem besten Blick auf den Hafen und die Küste. Eintritt 5 €. Erreichbar mit der Seilbahn Telefèric de Montjuïc (14,20 € hin und zurück) — die Fahrt ist ein Erlebnis für sich.

Font Màgica (Magischer Brunnen)

Am Fuß des Montjuïc inszeniert die Font Màgica (1929) ein Wasser-Licht-Musik-Spektakel, das bis zu 2.500 Zuschauer anzieht. Kostenlos, abends Do–So im Sommer (Mai–Sept.: 21:30–22:30 Uhr), Mi–Sa im Winter (Okt.–April: 20:00–21:00 Uhr).

Tipp

Plane einen halben Tag ein und kombiniere: Seilbahn hoch → Castell → zu Fuß durch die Gärten runter zur Fundació Miró → MNAC → Font Màgica am Abend. Samstags ab 15:00 Uhr ist das MNAC kostenlos. Die Teleférico del Puerto (Hafenseilbahn) von Barceloneta zum Montjuïc ist eine spektakuläre, aber windanfällige Alternative.

Katalonische Küste: Costa Brava & Girona★★

AVE Barcelona–Girona: ab 12 € (38 Min.). Bus Barcelona–Tossa de Mar: ab 13 € (1h 15 Min.).

Katalonien bietet weit mehr als Barcelona. Die Costa Brava (von Blanes bis zur französischen Grenze) gehört zu den schönsten Küstenabschnitten des Mittelmeers — zerklüftete Felsen, versteckte Buchten mit kristallklarem Wasser, Pinienwälder bis ans Meer. Und das mittelalterliche Girona im Hinterland ist einer der am meisten unterschätzten Städte Spaniens.

Costa Brava — Highlights ★★★

  • Tossa de Mar — Bilderbuch-Küstenort mit mittelalterlicher Burganlage (Vila Vella) direkt am Meer. Der Hauptstrand ist im Sommer voll, aber die Buchten nördlich davon (Cala Pola, Cala Giverola) sind traumhaft. 1h 15 Min. ab Barcelona per Bus.
  • Calella de Palafrugell — Weißgetünchtes Fischerdorf mit Booten am Strand und Küstenwanderwegen (Camí de Ronda) zu einsamen Buchten. Authentischer als viele andere Orte. Beste Paella der Küste im Restaurant La Blanca.
  • Cadaqués — Das „Juwel der Costa Brava", wo Salvador Dalí lebte und malte. Weiße Häuser, Olivenhaine, eine windgepeitschte Halbinsel am Cap de Creus. Dalís Haus in Portlligat (Voranmeldung Pflicht, 14 €) ist ein surrealistisches Erlebnis. 2,5h ab Barcelona.
  • Camí de Ronda — Der historische Küstenwanderweg verbindet Buchten und Dörfer entlang der gesamten Costa Brava. Schönster Abschnitt: Calella de Palafrugell → Llafranc → Tamariu (2–3h, leicht).

Girona ★★★

Nur 38 Minuten mit dem Hochgeschwindigkeitszug (AVE) von Barcelona entfernt, ist Girona eine Zeitreise: die farbenprächtigen Häuser am Fluss Onyar (das Postkartenmotiv), das besterhaltene jüdische Viertel (Call) Spaniens, die monumentale Kathedrale mit dem breitesten gotischen Kirchenschiff der Welt (23 m!), und Kopfsteinpflastergassen voller Charme.

Girona ist auch eine Gourmetstadt: Das El Celler de Can Roca (3 Michelin-Sterne, mehrfach bestes Restaurant der Welt) hat seinen Sitz hier. Reservierung Monate im Voraus. Zugänglicher: Rocambolesc (Eisladen der Roca-Brüder, ab 3,50 €) und Normal (kreative Tapas, 4–12 €).

Tipp für Tagesausflug: Morgens Girona erkunden, nachmittags an die Costa Brava (Bus Girona → Calella de Palafrugell 1h, 6 €), abends zurück nach Barcelona.

Tipp

Die Costa Brava ist mit dem Mietwagen am besten zu erkunden — die öffentlichen Busse fahren selten und brauchen lang. Wenn ohne Auto: Tossa de Mar ist per Direktbus ab Barcelona am einfachsten erreichbar. Die Buchten sind im Juni und September am schönsten — warm genug zum Baden, aber ohne die Massen des Hochsommers.

Essen & Nachtleben

Barcelonas Gastronomie ist eine der aufregendsten Europas — von uralten Bodegas über avantgardistische Tapas-Bars bis hin zu Sternerestaurants. Die katalanische Küche verbindet Meer und Berge: Fisch und Meeresfrüchte, aber auch deftige Eintöpfe, Wurstwaren (Botifarra, Fuet) und die berühmten Pa amb tomàquet (geröstetes Brot mit Tomate und Olivenöl) — das katalanische Nationalgericht, das in keiner Mahlzeit fehlen darf.

Tapas & Restaurants

€ Budget:

  • Can Paixano (La Xampanyeria) · Carrer de la Reina Cristina 7 (Barceloneta) — Kult-Bar mit Cava vom Fass (1,20 €!) und Bocadillos (2,50–5 €). Stehplätze, laut, chaotisch, herrlich. Seit 1969.
  • Bar del Pla · Carrer de Montcada 2 (El Born) — Moderne Tapas mit Qualitätsanspruch zu fairen Preisen. Sardellen mit Kimchi, Kroketten mit Trüffel. 4–9 € pro Tapa.
  • Cervecería Catalana · Carrer de Mallorca 236 (Eixample) — Klassische Pintxos-Bar mit riesiger Auswahl auf dem Tresen. 2–5 € pro Stück. Keine Reservierung, oft Schlange.

€€ Mittelklasse:

  • Cal Pep · Plaça de les Olles 8 (El Born) — Legendäre Tresenbar mit frischestem Fisch und Meeresfrüchten. Pep kocht vor deinen Augen. 15–25 € pro Person. Keine Reservierung am Tresen.
  • Bodega 1900 · Carrer de Tamarit 91 (Sant Antoni) — Albert Adriàs (Bruder von Ferran) Vermouth-Bar mit perfekten Tapas-Klassikern: Tortilla, Oliven, Conservas. 8–15 €.
  • La Pepita · Carrer de Còrsega 343 (Gràcia) — Kreative Tapas im Hipster-Viertel Gràcia. Probiere die „Pepita" (Brot mit Ibérico und Trüffel-Ei). 5–12 €.

€€€ Gehoben:

  • Tickets · Avinguda del Paral·lel 164 — Albert Adriàs avantgardistisches Tapas-Theater. Jeder Gang ein kleines Kunstwerk. Degustationsmenü ab 95 €. Monate im Voraus buchen.
  • Disfrutar · Carrer de Villarroel 163 — 3 Michelin-Sterne, von ehemaligen elBulli-Köchen. Eines der besten Restaurants der Welt. Degustationsmenü ab 230 €.

Nachtleben

Barcelonas Nachtleben beginnt spät — Abendessen ab 21:30 Uhr, Bars ab 23:00 Uhr, Clubs ab 1:30 Uhr. Die Szene verteilt sich über die ganze Stadt:

  • El Born / Gòtic — Cocktailbars und kleine Musikkneipen. Paradiso (versteckt hinter einem Pastrami-Laden, Klingelknopf drücken) ist eine der besten Cocktailbars der Welt.
  • Gràcia — Alternatives, lokales Viertel mit Plätzen voller Terrassen (Plaça del Sol, Plaça de la Vila de Gràcia). Craft-Beer und Naturwein.
  • Raval — Rauer, multikulturell, kreativ. Bars wie die Betty Ford's oder die Absenta-Bar Marsella (seit 1820).
  • Clubs — Razzmatazz (5 Floors, alle Stilrichtungen), Sala Apolo (Indie/Electro, legendäre „Nasty Mondays"), Pacha Barcelona (House/Techno am Hafen).

Tipp

In Barcelona isst man spät: Mittagessen 14:00–15:30 Uhr, Abendessen ab 21:00 Uhr. Wer um 19:00 Uhr ins Restaurant geht, sitzt allein. Für Tapas-Touren eignet sich El Born am besten — drei bis vier Bars hintereinander, überall 2–3 Häppchen bestellen. Und: Vermouth (Vermut) vor dem Essen ist in Barcelona Pflicht. Dazu Oliven und Kartoffelchips.

Stadtrundgang

Gotisches Viertel bis Meer

3,5–4,5 Stunden 4,5 km

Vom mittelalterlichen Herzen Barcelonas durch verwinkelte Gassen, vorbei an gotischen Kirchen und versteckten Plätzen, durch das trendige El Born bis hinunter zum Meer. Ein Spaziergang, der 2.000 Jahre Stadtgeschichte mit dem besten Streetfood und den schönsten Fotomotiven verbindet.

1

Kathedrale von Barcelona (La Seu)

Start an der gotischen Kathedrale. Den Kreuzgang mit den 13 Gänsen besuchen (kostenlos morgens) und auf die Dachterrasse (3 €) für den ersten Überblick über das Viertel. Dann über den Pla de la Seu zur Carrer del Bisbe.

30 Min.
2

Pont del Bisbe & Plaça Sant Felip Neri

Unter der neugotischen Seufzerbrücke hindurch, dann links abbiegen zur stillen Plaça Sant Felip Neri. Die Einschusslöcher in der Kirchenfassade betrachten und einen Moment innehalten.

15 Min.
3

Plaça del Rei

Der schönste mittelalterliche Platz Barcelonas. Hier empfingen die Katholischen Könige Kolumbus nach seiner Rückkehr aus Amerika. Wer Zeit hat: das MUHBA-Museum mit den römischen Ausgrabungen (7 €).

20 Min.
4

Mercat de la Boquería

Durch die Gassen westwärts zur Rambla und hinein in den legendären Markt. Frisch gepresster Saft (3 €), ein Teller Ibérico-Schinken (5 €) oder Tapas bei El Quim als zweites Frühstück.

30 Min.
5

Plaça Reial

Von der Boquería die Rambla überqueren zur Plaça Reial. Gaudís frühe Laternendesigns bewundern, einen Espresso unter den Arkaden trinken.

15 Min.
6

Carrer de Montcada & Museu Picasso

Quer durch das Barri Gòtic Richtung El Born. Die Carrer de Montcada entlangflanieren — eine der schönsten mittelalterlichen Straßen Europas mit gotischen Palästen, in denen heute das Picasso-Museum und Galerien residieren.

40 Min.
7

Basílica de Santa Maria del Mar

Die „Kathedrale des Meeres" betreten und die vollkommene Harmonie der katalanischen Gotik auf sich wirken lassen. Eintritt frei. Optional: Dachterrassen-Tour (10 €).

20 Min.
8

Platja de la Barceloneta

Durch den Passeig del Born und das Hafenviertel zum Strand. Schuhe aus, Füße ins Meer. Belohnung: Cava und Bocadillos bei Can Paixano (La Xampanyeria) im Fischerviertel. Salut!

20 Min.

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