Kanarische Inseln
Teneriffa — Die Vielseitige★★★
Teneriffa ist die größte und meistbesuchte Kanareninsel (2.034 km², 930.000 Einwohner) — und die vielseitigste. Im Zentrum thront der Teide (3.715 m), Spaniens höchster Berg und der dritthöchste Inselvulkan der Welt. Der Norden ist grün, wolkenverhangen und authentisch, der Süden trocken, sonnig und touristisch erschlossen.
Teneriffa ist die Insel der Kontraste: Morgens im Lorbeerwald des Anaga-Gebirges wandern, mittags am schwarzen Vulkanstrand von Playa Jardín sonnen, nachmittags in der Mondlandschaft des Teide-Nationalparks stehen und abends in Los Cristianos in einem der zahllosen Restaurants sitzen. Alles an einem Tag, alles in einer Stunde Fahrzeit.
Plane mindestens 7–10 Tage für Teneriffa ein — die Insel ist zu groß und vielfältig für einen Kurztrip.
Teide Nationalpark★★★
★★★ Parque Nacional del Teide
Der meistbesuchte Nationalpark Spaniens (4 Millionen Besucher/Jahr) und UNESCO-Welterbe. Die Caldera (17 km Durchmesser) ist eine surreale Mondlandschaft aus erstarrter Lava, Bimssteinfeldern und bizarren Felsformationen — die Roques de García sind das Postkartenmotiv schlechthin.
Der Teide-Gipfel (3.715 m) ist nur mit Genehmigung zugänglich (kostenlos, aber Wochen im Voraus über reservasparquesnacionales.es buchen!). Die Seilbahn (Teleférico) bringt dich auf 3.555 m — von dort 40 Minuten Aufstieg zum Gipfel. Ohne Genehmigung nur bis zur Seilbahn-Bergstation.
Seilbahn: 39 € hin und zurück (Erwachsene), 13,50 € (Kinder 3–13). Täglich 9–17 Uhr. Bei Wind gesperrt (ca. 30 Tage/Jahr). Früh buchen — Tickets sind oft Tage vorher ausverkauft.
Nachthimmel: Der Teide-Nationalpark ist offizielles Starlight Reserve — einer der besten Orte der Welt für Sternenbeobachtung. Geführte Nachttouren mit Teleskopen ab 25 €.
Tipp
Die Gipfelgenehmigung ist oft Monate vorher vergriffen. Alternative: Buche eine Nacht im Refugio de Altavista (3.260 m, ab 25 €/Nacht, nur Schlafsaal) — Gäste dürfen ohne Genehmigung vor 9 Uhr morgens auf den Gipfel und erleben den Sonnenaufgang. Ein unvergessliches Erlebnis!
Städte & Strände
★★ Puerto de la Cruz
Die älteste Touristenstadt der Kanaren — hier kamen schon im 19. Jahrhundert britische Wintergäste. Heute ein charmanter, leicht verblasster Badeort im grünen Norden mit dem berühmten Lago Martiánez (Meerwasser-Schwimmbadanlage von César Manrique, 6 €) und dem Jardín Botánico (über 3.000 tropische Pflanzen, 3 €). Die Altstadt hat hübsche Kolonialhäuser, gute Fischrestaurants und ein authentisches Lebensgefühl.
★ Los Cristianos & Playa de las Américas
Der touristische Süden: Bettenburgen, All-Inclusive-Hotels, British Pubs und Wasserparks. Klingt furchtbar? Für manche genau richtig — günstige Pauschalangebote (1 Woche AI ab 600 €/Person), garantierte Sonne (300+ Sonnentage), gute Infrastruktur. Der Siam Park (Wasserpark, 40 €/Tag) wird regelmäßig zum besten der Welt gewählt.
★★ La Laguna
Die UNESCO-Welterbe-Stadt im Nordosten — Teneriffas alte Hauptstadt (1496–1723) mit einer perfekt erhaltenen Kolonialaltstadt. Bunt bemalte Häuser, zwei Kathedralen, die Universität (1701) und eine lebendige Tapas-Szene. Weniger touristisch als der Süden, aber authentisch und kulturell reich.
★★ Anaga-Gebirge
UNESCO-Biosphärenreservat im Nordosten: Uralter Lorbeerwald (Laurisilva), Nebelwälder, steile Schluchten und isolierte Bergdörfer. Die Wanderung von Cruz del Carmen nach Punta del Hidalgo (4 Std., mittelschwer) gehört zu den schönsten der Kanaren. Im Besucherzentrum in Cruz del Carmen kostenlose Karten und Infos.
Strände
Playa de las Teresitas (bei Santa Cruz) — Goldener Sahara-Sand (1973 importiert!), geschützte Bucht, türkises Wasser. Teneriffas schönster Strand, frei und mit Parkplätzen.
Playa Jardín (Puerto de la Cruz) — Schwarzer Vulkansand, von César Manrique gestaltet, mit subtropischen Gärten. Dramatisch schön.
Playa de Benijo (Anaga) — Wilder schwarzer Strand mit Felstürmen im Wasser. Nur bei ruhiger See baden! Sonnenuntergang hier ist magisch.
Gran Canaria — Der Minikontinent★★★
Gran Canaria wird „Minikontinent" genannt — und das zurecht. Auf nur 1.560 km² finden sich 14 verschiedene Mikroklimazonen: Sahara-Dünen im Süden, subtropische Täler im Norden, Pinienwälder im Zentrum und karge Vulkanlandschaft im Westen. Die Insel hat 236 km Küste, 60 Strände und mit Las Palmas (380.000 Einwohner) die größte Stadt der Kanaren.
Der Süden um Maspalomas und Playa del Inglés ist die Touristen-Hochburg mit endlosen Sandstränden, das Zentrum ein Wanderparadies mit tiefen Schluchten (Barrancos), und die Hauptstadt Las Palmas eine kosmopolitische Stadt mit einem der besten Stadtstrände der Welt.
Plane 5–7 Tage für Gran Canaria ein — aufgeteilt zwischen Süden (Strand), Zentrum (Wandern) und Las Palmas (Kultur).
Maspalomas & der Süden★★★
★★★ Dünen von Maspalomas
Eine 404 Hektar große Dünenlandschaft direkt am Meer — Sahara-Feeling auf europäischem Boden. Die Dünen (bis zu 10 m hoch) bestehen aus Korallensand und Muschelkalk, dahinter eine Oase mit Palmen und ein Salzwasserlagunensee (La Charca) mit Zugvögeln. Naturschutzgebiet seit 1994.
Die Dünen trennen den Playa del Inglés (6 km, touristisch) vom Playa de Maspalomas (2,7 km, FKK-Abschnitt). Der Spaziergang durch die Dünen zum Leuchtturm Faro de Maspalomas (1890) dauert ca. 45 Minuten und ist besonders bei Sonnenuntergang magisch.
Frei zugänglich. Nicht von den markierten Wegen abweichen (Naturschutz!). Wasser mitnehmen — in den Dünen gibt es keinen Schatten. Kamelreiten durch die Dünen: 12 € (20 Min.).
★★ Playa de Amadores
Künstlich angelegter, aber wunderschöner Strand westlich von Puerto Rico — heller Sand, ruhiges türkises Wasser (geschützte Bucht), ideal für Familien. Sonnenliege + Schirm ab 6 €/Tag.
★ Palmitos Park
Tropischer Zoo und Botanischer Garten mit 1.500 exotischen Vögeln, Delphinshow, Schmetterlingsgarten und Aquarium. Gut für Familien.
34 € (Erwachsene), 24 € (Kinder 4–11). Täglich 10–18 Uhr.
Las Palmas & Vegueta
★★★ Vegueta (Altstadt)
Das historische Herz der Stadt, gegründet 1478 — UNESCO-Kandidat. Kopfsteinpflastergassen, Kolonialhäuser mit geschnitzten Balkonen, die Kathedrale Santa Ana (15.–19. Jh., Mischstil aus Gotik, Renaissance und Neoklassik, Turm mit Panoramablick 3 €), und das Casa de Colón (Kolumbus-Museum in dem Gouverneurspalast, in dem Kolumbus auf seinen Reisen übernachtete — 4 €).
Donnerstags und sonntags findet im Vegueta-Viertel der Markt statt — Obst, Käse, Kunsthandwerk. In der Markthalle Mercado de Vegueta gibt es frischen Fisch, tropische Früchte und den besten Kaffee der Stadt.
★★★ Playa de las Canteras
Einer der besten Stadtstrände Europas: 3 km goldener Sand, geschützt durch ein natürliches Riff (La Barra), das eine riesige natürliche Lagune bildet — perfekt zum Schwimmen und Schnorcheln. Dahinter die Promenade mit Cafés, Restaurants und dem bunten Surfviertel La Cicer am Südende.
Kostenloser Zugang. Surfkurs ab 35 € (2 Std.) bei den Surfschulen an der La Cicer. Sonnenliege + Schirm 8 €/Tag.
★★ Museo Elder de la Ciencia y la Tecnología
Interaktives Wissenschaftsmuseum im Hafen — besonders für Familien hervorragend. Planetarium, Flugsimulator, begehbare Exponate.
6 € (Erwachsene), unter 8 frei. Di–So 10–20 Uhr.
★ Triana (Einkaufsviertel)
Die elegante Einkaufsstraße Calle Mayor de Triana — Jugendstil-Fassaden, unabhängige Boutiquen, Buchläden und Straßencafés. Am Ende steht das Teatro Pérez Galdós (Opernhaus, Jugendstil, Führungen 3 €).
Bergwelt im Zentrum
★★★ Roque Nublo
Gran Canarias Wahrzeichen — ein 80 m hoher Basaltfelsen auf 1.813 m Höhe, der wie ein Finger in den Himmel ragt. Die Wanderung vom Parkplatz La Goleta dauert 30 Minuten (leicht) und bietet an klaren Tagen einen Blick auf den Teide auf Teneriffa. Bei Sonnenuntergang spektakulär.
Frei zugänglich. Parkplatz an der GC-600. Gute Schuhe nötig, letzte 100 m über Felsen.
★★ Tejeda & Caldera de Tejeda
Das schönste Bergdorf Gran Canarias — weiße Häuser kleben an einem steilen Hang über der riesigen Caldera. Das Dorf wurde als „eines der schönsten Dörfer Spaniens" ausgezeichnet. Hier die berühmten Bienmesabe (Mandelcreme, ab 4 €) und Marzipangebäck probieren.
★★ Barranco de Guayadeque
Eine dramatische Schlucht mit Höhlenhäusern, Höhlenrestaurants und Höhlenkirchen — einige davon bis heute bewohnt! Im Restaurante Tagoror (in einer Höhle, Menú del día 12 €) isst man kanarische Küche in einer natürlichen Grotte. Surreal und einmalig.
★ Pico de las Nieves
Der höchste Punkt Gran Canarias (1.949 m). Militärbasis, daher nicht bis ganz oben zugänglich, aber die Aussichtspunkte unterhalb bieten ein 360°-Panorama über die gesamte Insel.
Fuerteventura — Strände & Surfen★★
Fuerteventura ist die Strandinsel der Kanaren — über 150 km Küste, davon die Hälfte feinste Sandstrände. Die Insel ist flach (höchster Punkt nur 807 m), wüstenartig, windgeplagt und dünn besiedelt (120.000 Einwohner auf 1.660 km²). Was nach Ödnis klingt, ist in Wahrheit atemberaubend schön: endlose Dünenlandschaften, türkisblaue Lagunen, afrikanisch anmutende Dörfer und eine Leere, die zur Meditation einlädt.
Fuerteventura ist UNESCO-Biosphärenreservat (die gesamte Insel!) und das Surfmekka Europas: Die Nordwestküste hat weltklasse Wellen (bis 4 m), die Südostküste ruhiges Wasser zum Lernen. Dazu Kitesurfen, Windsurfen, Tauchen und Schnorcheln in kristallklarem Wasser.
Plane 5–7 Tage ein — die Strände allein brauchen mehrere Tage.
Die besten Strände
★★★ Parque Natural de Corralejo
Ein 11 km langer Dünen- und Strandstreifen im Nordosten — einer der spektakulärsten Strände Europas. Feiner weißer Sand (eigentlich zerriebene Muscheln und Korallen), türkisblaues Wasser, Blick auf die Insel Lobos. Mehrere Abschnitte: der Hauptstrand (Banderas) ist familienfreundlich, weiter südlich wird es einsamer (FKK-Bereiche).
Frei zugänglich. Parkplätze an der FV-1 (kostenlos). Windschutz mitnehmen — der Passat bläst hier fast immer. Wassertemperatur 18–23°C je nach Saison.
★★★ Playa de Cofete
Der wildeste Strand der Kanaren: 12 km unberührter Sand an der Westküste der Halbinsel Jandía, nur über eine haarsträubende Schotterpiste erreichbar (12 km ab Morro Jable, 30–40 Min.). Keine Infrastruktur, keine Duschen, kein Handyempfang. Dafür absolute Einsamkeit, dramatische Bergkulisse und der Geist des Abenteuers.
Achtung: Starke Strömung — nur erfahrene Schwimmer sollten ins Wasser! Allradfahrzeug empfehlenswert, Standard-Mietwagen auf eigenes Risiko (Versicherung prüfen!).
★★ Playa de Sotavento
Der Kitesurf-Strand schlechthin: 9 km lang, bei Ebbe entsteht eine riesige Lagune mit knietiefem Wasser — perfekt zum Lernen. Jährlich WM im Kitesurfen. Kitesurfkurse ab 80 € (3 Std.), Ausrüstung ab 60 €/Tag.
★ Isla de Lobos
Unbewohnte Insel 2 km nördlich von Corralejo — Naturschutzgebiet mit kristallklarem Wasser, Schnorchelparadies und einer kurzen Wanderung zum Vulkankegel La Caldera (127 m, 30 Min.). Fähre ab Corralejo: 15 € hin und zurück, 15 Min. Fahrt. Zugang begrenzt auf 200 Personen/Tag — vorab Genehmigung über lobospass.com.
Tipp
Fuerteventura ist die windigste Kanareninsel — der Passat bläst an 300 Tagen im Jahr. Für Strandurlaub ohne Wind: Die Ostküste (Costa Calma, Jandía) ist geschützter. Für Surfer und Kitesurfer ist der Wind natürlich ein Segen.
Surfen & Wassersport
Surfspots
Fuerteventura ist Europas Antwort auf Hawaii — konstante Atlantikdünung, warmes Wasser (18–23°C), und Spots für jedes Level:
- Anfänger: Playa de la Pared (sanfte Wellen, Sandgrund), Corralejo (Flag Beach, Surfschulen), Rocky Point bei El Cotillo
- Fortgeschrittene: El Cotillo — The Bubble (schnelle Rechte über Riff, nur bei Flut), Playa del Hierro (kraftvolle Beachbreaks)
- Profis: Lobos Derecha (Rechte Welle über Vulkanriff, nur per Boot erreichbar), La Izquierda de la Pared (schwere Linke bei großem Swell)
Surfschulen: Corralejo hat über 20 Surfschulen. Anfängerkurs (2 Std.): 35–45 €. Wochenkurs (5 × 2 Std.): 150–200 €. Surfcamp (1 Woche inkl. Unterkunft): 350–500 €.
Beste Surfzeit: Oktober bis März (größere Wellen, weniger Wind). Im Sommer kleinerer Swell, aber ideal für Anfänger.
Kitesurfen & Windsurfen
Fuerteventura ist auch eine der Top-5-Destinationen weltweit für Kitesurfen. Der konstante Passat (15–30 Knoten) und die flachen Lagunen machen es ideal. Hotspot: Sotavento (Südosten). Anfängerkurse ab 80 € (3 Std.), Materialverleih ab 60 €/Tag.
Lanzarote — Kunst & Vulkane★★★
Lanzarote ist die ungewöhnlichste der Kanarischen Inseln — eine Mondlandschaft aus Lava, geformt durch verheerende Vulkanausbrüche im 18. Jahrhundert, und künstlerisch veredelt durch das Genie eines Mannes: César Manrique (1919–1992). Der Künstler, Architekt und Umweltschützer hat die Insel geprägt wie kein anderer Mensch eine Landschaft: Er verhinderte Hochhäuser, verbot Leuchtreklame, und schuf Kunstwerke, die Architektur und Natur verschmelzen lassen.
Das Ergebnis ist eine Insel von surrealer Schönheit: schwarze Lavafelder, weiße Häuser, grüne Weinberge in vulkanischen Trichtern, und Manriques geniale Installationen in Lavahöhlen und Vulkankratern. Die gesamte Insel ist UNESCO-Biosphärenreservat.
Plane 4–6 Tage für Lanzarote ein — neben den Manrique-Stätten und Timanfaya braucht man Zeit für die einzigartige Weinregion La Geria und die versteckten Strände.
Timanfaya & Vulkanlandschaft★★★
★★★ Parque Nacional de Timanfaya (Montañas del Fuego)
Die Feuerberge — eine der jüngsten Vulkanlandschaften der Erde. Zwischen 1730 und 1736 brachen hier über 100 Vulkane aus und begruben ein Viertel der Insel unter Lava. Die Landschaft sieht aus wie der Mars: rotbraune Krater, schwarze Lavaströme, kein einziger Grashalm. In 10 m Tiefe herrschen noch heute 600°C — die Ranger demonstrieren das eindrucksvoll: Stroh entzündet sich in Bodenlöchern, Wasser schießt als Geysir in die Luft.
Der Nationalpark ist nur mit dem Parkbus zu erkunden (Ruta de los Volcanes, 30 Min.) — das erhöht den Schutz, kann aber frustrierend sein, wenn man fotografieren möchte. Am Islote de Hilario demonstrieren die Ranger die geothermische Hitze, und das Restaurant El Diablo grillt Fleisch über vulkanischer Erdwärme.
Eintritt: 12 € (Erwachsene), 6 € (Kinder 7–12). Täglich 9–17 Uhr (letzter Einlass 15:45). Kommen vor 10 Uhr oder nach 14 Uhr — in der Mittagszeit Schlangen bis zu 1 Stunde.
★★ Weinregion La Geria
Die ungewöhnlichsten Weinberge der Welt: Jeder Rebstock wächst einzeln in einem handgegrabenen Trichter (Hoyo) aus Vulkanasche, geschützt durch halbkreisförmige Lavasteinmauern (Zocos). 10.000 dieser Trichter erstrecken sich über die schwarze Lavalandschaft — ein außergewöhnliches Bild. Der Malvasía-Wein (süß bis trocken) ist hervorragend.
Weinprobe: Bodega La Geria (älteste Bodega, ab 7 €, 3 Weine), Bodega El Grifo (Museum + Verkostung ab 10 €), Bodega Rubicón (ab 8 €).
Tipp
Außerhalb des Nationalparks kann man zu Fuß durch die Vulkanlandschaft wandern: Die Ruta del Litoral (Küstenweg von El Golfo nach Playa de la Madera, 8 km, 2,5 Std.) führt durch erstarrte Lavaströme direkt am Meer — dramatisch und menschenleer.
César Manrique — Kunst & Architektur
★★★ Jameos del Agua
Manriques Meisterwerk: Eine Lavahöhle, verwandelt in ein Gesamtkunstwerk. Ein unterirdischer See mit einer Kolonie blinder Albinokrebse (Munidopsis polymorpha, nur hier vorkommend), ein tropischer Garten in einem eingestürzten Lavatunnel, ein Konzertsaal in einer Höhle (600 Plätze, Akustik wie in der Philharmonie), und ein türkisfarbener Pool, der zum Schwimmen allerdings verboten ist.
10 € (Erwachsene), 5 € (Kinder). Täglich 10–18 Uhr. Abends Konzerte in der Höhle (besonderes Erlebnis, ab 15 €).
★★★ Fundación César Manrique
Manriques ehemaliges Wohnhaus in Tahíche — gebaut auf und in einem Lavastrom, mit fünf Wohnblasen in natürlichen Lavablasen. Ein weißer, modernistischer Bau verschmilzt mit der schwarzen Lava. Im Inneren: Manriques eigene Kunst plus Werke von Picasso, Miró, Tàpies und Chillida.
10 € (Erwachsene), 5 € (ermäßigt). Mo–Sa 10–18 Uhr, So 10–15 Uhr.
★★ Mirador del Río
Aussichtspunkt auf 475 m Höhe an der Nordspitze Lanzarotes mit spektakulärem Blick auf die Insel La Graciosa und den Chinijo-Archipel. In eine Klippe eingebaut, von außen fast unsichtbar — typisch Manrique. Innen eine elegante Bar mit Panoramafenstern.
5 € (Erwachsene). Täglich 10–17:45 Uhr.
★★ Cueva de los Verdes
Eine 6 km lange Lavahöhle (eine der längsten der Welt), von der 1 km als geführte Tour zugänglich ist. Dramatische Beleuchtung, bizarre Formationen, und am Ende eine Überraschung, die wir hier nicht verraten — sie gehört zu den besten „Wow-Momenten" der Kanaren.
10 € (Erwachsene), 5 € (Kinder). Führungen alle 30 Min. Täglich 10–17 Uhr.
Manrique-Kombiticket
Für 3 der 4 CACT-Zentren (Jameos del Agua, Cueva de los Verdes, Mirador del Río, Jardín de Cactus): 24 € statt 30 € Einzeleintritt. Für alle 4: 30 € statt 35 €. Am ersten Zentrum kaufen.
La Palma — Wandern & Sternenhimmel★★★
La Palma ist die grünste und steilste Kanareninsel — die „Isla Bonita" (schöne Insel) hat mehr Niederschlag als ihre Nachbarn und ist von üppigen Lorbeerwäldern, Kiefernwäldern und Bananenplantagen bedeckt. Im Zentrum klafft die Caldera de Taburiente — ein 9 km breiter, 1.500 m tiefer Erosionskrater, der zu den größten der Welt gehört.
La Palma ist UNESCO-Biosphärenreservat und Spaniens erstes Starlight Reserve — das Gesetz verbietet Lichtverschmutzung, und auf dem Roque de los Muchachos (2.426 m) stehen einige der leistungsstärksten Teleskope der Welt. Der Nachthimmel hier ist so klar, dass man mit bloßem Auge die Andromedagalaxie sehen kann.
Im September 2021 brach der Vulkan Cumbre Vieja aus und zerstörte über 1.600 Gebäude. Die betroffenen Gebiete im Westen erholen sich langsam; der Rest der Insel ist unberührt und freut sich über Besucher.
Plane 5–7 Tage ein — La Palma ist die Wanderinsel der Kanaren schlechthin.
Wandern & Natur
★★★ Caldera de Taburiente
Der Nationalpark um den gigantischen Erosionskrater ist La Palmas Kronjuwel. Die Standardwanderung führt vom Mirador de los Brecitos hinab in die Caldera und durch die Schlucht des Barranco de las Angustias hinaus — 16 km, 6–7 Stunden, 1.000 Höhenmeter bergab. Unterwegs: Wasserfälle (Cascada de los Colores mit ihren rostfarbenen Felsen), kanarische Kiefern, Felsnadeln und absolute Wildnis.
Taxi zum Startpunkt Los Brecitos: 18 € ab Los Llanos. Gute Wanderschuhe und 2 Liter Wasser Pflicht. Vorab anmelden über die Nationalpark-Website (kostenlos).
★★★ Roque de los Muchachos
Der höchste Punkt La Palmas (2.426 m) und Standort des Observatorio del Roque de los Muchachos — eines der wichtigsten Observatorien der Nordhalbkugel. An klaren Tagen sieht man alle westlichen Kanareninseln gleichzeitig. Das Wolkenmeer (mar de nubes) unter dem Gipfel ist atemberaubend.
Observatorium-Führungen: Juni–November, ca. 16 €, vorab buchen über iac.es. Die Straße zum Gipfel ist ganzjährig befahrbar (außer bei Schnee/Eis). Warm anziehen — auch im Sommer kann es oben 5°C kalt sein.
★★ Bosque de los Tilos
UNESCO-Biosphärenreservat — ein Stück Urwald mitten auf den Kanaren. Lorbeerbäume (Laurisilva), Riesenfarne und Moos in einem mystischen Nebelwald, der seit dem Tertiär überlebt hat. Rundwanderung durch den Cubo de la Galga (2,5 Std., leicht) ist die zugänglichste Route.
★ Ruta de los Volcanes
Die Vulkanroute (17 km, 6–7 Std., anspruchsvoll) führt entlang des Vulkankamms der Cumbre Vieja, vorbei an Dutzenden Kratern, mit Blick auf beide Küsten gleichzeitig. Einer der spektakulärsten Wanderwege Europas.
Tipp
La Palma hat über 1.000 km markierte Wanderwege (GR-Fernwanderwege und PR-Rundwege). Die kostenlose App „Senderos de La Palma" hat alle Routen mit GPS, Höhenprofilen und Beschreibungen. Wanderstöcke sind auf den steilen Abstiegen Gold wert.
Sternenhimmel & Astrotourismus
★★★ Stargazing auf La Palma
La Palma hat einen der klarsten Nachthimmel der Welt — durch das Ley del Cielo (Himmelsgesetz von 1988), das Lichtverschmutzung, Flugrouten und Industrieemissionen reguliert. Das Ergebnis: An 200+ Nächten pro Jahr perfekte Sichtbedingungen, Bortle-Skala 1–2 (das Beste, was es gibt).
Was man sieht: Milchstraße in voller Pracht (wie ein leuchtendes Band), Andromedagalaxie mit bloßem Auge, Sternschnuppen ohne Ende, und bei guten Bedingungen den Zodiakalschein (Lichtpyramide am Horizont).
Geführte Touren: Mehrere Anbieter bieten Nachttouren mit professionellen Teleskopen an (Saturn-Ringe, Jupiter-Monde, Nebel sehen!). Ab 40 €/Person (2–3 Stunden), inklusive Heißgetränk und Decke. Die besten: Astrotour La Palma und Cielos La Palma.
Beste Zeit: Neumondnächte von Mai bis Oktober. Die Perseiden (Mitte August) sind auf La Palma ein Naturschauspiel — bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde.
Miradores Astronómicos
La Palma hat 16 offizielle Astro-Aussichtspunkte (Miradores Astronómicos) mit Informationstafeln und optimaler Ausrichtung. Die besten:
- Llano del Jable (1.200 m) — Leicht erreichbar, freier Horizont nach Süden, Parkplatz
- Mirador del Molino (Barlovento) — Nordspitze, wenig Lichtverschmutzung
- Roque de los Muchachos (2.426 m) — Über den Wolken, aber kalt und windig
La Gomera — Garajonay & Stille★★
La Gomera ist die zweitkleinste der Hauptinseln (370 km², 22.000 Einwohner) — und die ursprünglichste. Keine Flughafenpiste (nur Fähre oder Propellermaschine von Teneriffa), kein Massentourismus, keine Bettenburgen. Stattdessen: Ein UNESCO-Welterbe-Nebelwald, tiefe Schluchten (Barrancos), terrassierte Felder und eine Pfeifsprache (Silbo Gomero), die die Einheimischen noch heute benutzen.
Der Garajonay-Nationalpark bedeckt ein Drittel der Insel — ein Relikt aus dem Tertiär, als ganz Südeuropa so aussah. Moosbedeckte Lorbeerbäume, Riesenfarne, mystischer Nebel, absolute Stille. Wandern ist hier nicht Freizeitbeschäftigung, sondern Lebensform.
La Gomera ist perfekt für 3–4 Tage als Ergänzung zu Teneriffa (Fähre ab Los Cristianos: 50 Min., ab 35 € hin und zurück).
Garajonay & Highlights
★★★ Nationalpark Garajonay
Ein 11 Millionen Jahre alter Nebelwald — UNESCO-Welterbe seit 1986. Hier wachsen Lorbeerarten, die im restlichen Europa während der Eiszeiten ausstarben: Stinklorbeer, Kanarische Stechpalme, Baumheide. Der Wald sieht aus wie aus einem Tolkien-Roman: moosüberzogene Baumstämme, hängende Flechten, mystischer Nebel, der durch die Kronen zieht.
Beste Wanderungen:
- El Cedro — Hermigua (Rundweg, 3 Std., mittelschwer) — Durch den dichtesten Lorbeerwald zum Bach El Cedro und einer der wenigen Gastwirtschaften im Wald (Bar La Vista, Eintopf ab 8 €).
- Contadero — Alto de Garajonay (Gipfelwanderung, 1,5 Std., leicht) — Zum höchsten Punkt der Insel (1.487 m), Panoramablick auf alle westlichen Inseln.
- Raso de la Bruma (Nebelweg, 2 Std., leicht) — Durch den atmosphärischsten Teil des Waldes, perfekt für Fotos.
Besucherzentrum Juego de Bolas (bei Agulo): kostenlose Karten, Ausstellung zur Flora/Fauna, Garten mit endemischen Pflanzen. Mo–So 9:30–16:30.
★★ Valle Gran Rey
Das Hippie-Tal La Gomeras: In den 1970ern kamen die ersten Aussteiger, und die Atmosphäre ist geblieben. Terrassierte Palmentäler, schwarze Strände, günstige Pensionen (ab 35 €/Nacht), vegetarische Restaurants und eine entspannte Community aus Langzeiturlaubern und Digitalnomaden.
★★ Silbo Gomero — Die Pfeifsprache
Eine UNESCO-Welterbe-Sprache: Die Gomeros kommunizieren über Schluchten hinweg durch eine ausgeklügelte Pfeifsprache, die spanische Vokale und Konsonanten in Pfeiftöne übersetzt. Reichweite bis zu 3 km! Seit 1999 Pflichtfach in Gomeras Schulen. Im Restaurant Las Rosas (bei Agulo) gibt es tägliche Vorführungen mit Mittagessen (18 €).
★ San Sebastián de la Gomera
Die Inselhauptstadt (9.000 Einwohner) — hier legte Kolumbus auf seinen Reisen in die Neue Welt zum letzten Mal an. Die Iglesia de la Asunción (15. Jh.) und das Casa de la Aguada (wo Kolumbus Wasser holte) erinnern daran. Der Hafenbereich ist nett für einen Kaffee.
Inselvergleich & Entscheidungshilfe
Jede Kanareninsel hat ihren eigenen Charakter — die falsche Wahl kann den Urlaub ruinieren, die richtige ihn unvergesslich machen. Hier die ehrliche Übersicht:
Für Strandurlaub & Sonne
Fuerteventura (die besten Strände), Gran Canaria Süden (Infrastruktur + Strand) oder Teneriffa Süden (Pauschal + Wasserparks). Lanzarote hat weniger große Strände, dafür wildere.
Für Wanderer
La Palma (das Non-Plus-Ultra), La Gomera (Nebelwald), Teneriffa Norden (Anaga + Teide) oder Gran Canaria Zentrum (Schluchten). Fuerteventura ist zum Wandern zu flach.
Für Surfer & Wassersportler
Fuerteventura (Surfmekka), Lanzarote (starke Wellen, Riffbreaks) oder Gran Canaria (El Confital für Bodyboarding).
Für Kultur & Architektur
Lanzarote (César Manrique), Gran Canaria (Las Palmas/Vegueta) oder Teneriffa (La Laguna UNESCO).
Für Ruhe & Abgeschiedenheit
La Gomera (keine Flüge, kein Massentourismus), El Hierro (die kleinste Hauptinsel, 11.000 Einwohner, Tauchen + Vulkane), La Palma (abseits der Wanderwege menschenleer).
Für Familien
Gran Canaria Süden (Infrastruktur, Wasserpark Aqualand), Teneriffa Süden (Siam Park, Loro Parque), Fuerteventura (flache Strände, ruhiges Wasser Ostküste).
Klimavergleich (Durchschnittstemperaturen)
| Monat | Teneriffa Süd | Gran Canaria | Fuerteventura | Lanzarote | La Palma |
|---|---|---|---|---|---|
| Januar | 21°C | 20°C | 20°C | 19°C | 18°C |
| April | 23°C | 22°C | 22°C | 21°C | 20°C |
| Juli | 28°C | 27°C | 27°C | 26°C | 24°C |
| Oktober | 26°C | 25°C | 25°C | 24°C | 23°C |
Faustregel: Die östlichen Inseln (Lanzarote, Fuerteventura) sind trockener und windiger. Die westlichen (La Palma, La Gomera, El Hierro) sind grüner und feuchter. Teneriffa und Gran Canaria haben beides — Norden feucht, Süden trocken.
Tipp
Inselhopping ist einfach und günstig: Interinsular-Flüge mit Binter Canarias ab 35 € (30–50 Min.), Fähren mit Fred Olsen oder Naviera Armas ab 25 € (Teneriffa–La Gomera 50 Min., Fuerteventura–Lanzarote 25 Min.). Für 2 Wochen ideal: 1 Woche Teneriffa oder Gran Canaria + 3–4 Tage La Palma oder La Gomera.
Essen auf den Kanaren€
Die kanarische Küche ist einfach, ehrlich und eigenständig — weder typisch spanisch noch afrikanisch, sondern eine ganz eigene Tradition mit vorspanischen Einflüssen der Guanchen (Ureinwohner). Grundzutaten: Kartoffeln, Mais (Gofio), Ziegenkäse, Fisch, Bananen und Mojo-Saucen. Kein Schnickschnack, dafür Geschmack.
Die Preise sind deutlich günstiger als auf dem spanischen Festland: Die Kanaren haben reduzierte Mehrwertsteuer (IGIC statt IVA, nur 7 % statt 21 % auf dem Festland). Ein Menú del día kostet 8–12 €, eine Ración Fisch 10–15 €, ein Café solo 1,20 €, ein Bier 1,50–2 €.
Typische Gerichte & Spezialitäten
Die Klassiker
- Papas arrugadas con Mojo — DAS kanarische Nationalgericht: Kleine Kartoffeln, in sehr salzigem Wasser gekocht (bis die Schale „runzelig" wird), serviert mit zwei Saucen: Mojo rojo (rot, mild-scharf, mit Paprika und Chili) und Mojo verde (grün, mit Koriander oder Petersilie). Als Vorspeise ab 4 €.
- Gofio — Geröstetes Maismehl, das Grundnahrungsmittel der Guanchen. Wird in Suppen gerührt (Gofio escaldado), als Beilage zu Eintöpfen gereicht oder als Dessert mit Honig und Mandeln serviert (Mousse de Gofio). Unscheinbar, aber überraschend lecker.
- Ropa Vieja — „Alte Kleider" — ein Eintopf aus Kichererbsen, Kartoffeln, Rindfleisch und Gemüse. Sättigend und günstig (ab 8 €).
- Queso asado con Mojo — Gegrillter Ziegenkäse mit Mojo-Sauce und Palmensirup. Perfekte Vorspeise, ab 6 €.
Fisch & Meeresfrüchte
- Vieja (Papageienfisch) — Der kanarische Lieblingsfisch, gegrillt oder gebraten, mit Papas arrugadas. Ab 12 €.
- Sancocho canario — Gesalzener Fisch (Sama oder Cherne) mit Kartoffeln, Süßkartoffeln und Gofio. Das Festtagsgericht, ab 10 €.
- Caldo de pescado — Einfache, aber köstliche Fischsuppe mit Kartoffeln und Safran. Ab 6 €.
- Pulpo a la plancha — Gegrillter Oktopus mit Olivenöl und Paprika. Ab 12 €.
Käse
Die Kanaren sind ein Ziegenkäse-Paradies. Der Queso Majorero (Fuerteventura) hat als erster kanarischer Käse eine Herkunftsbezeichnung (D.O.) erhalten — geräuchert, halbreif oder reif, immer intensiv. Der Queso de Flor de Guía (Gran Canaria) wird mit Artischockendistelblüten anstatt Lab hergestellt — cremig und einzigartig (ab 18 €/kg). Auf La Palma der Queso Palmero (geräuchert, kräftig).
Süßes
- Bienmesabe (Gran Canaria) — Mandelcreme mit Honig, Zitrone und Zimt. „Schmeckt mir gut" heißt der Name, und er hält sein Versprechen. Ab 4 € als Dessert.
- Frangollo — Maispudding mit Rosinen, Mandeln und Zimt. Rustikales Dessert, ab 3,50 €.
- Plátano canario — Die kanarische Banane ist kleiner, süßer und aromatischer als die aus Übersee. An Straßenständen ab 1 €/kg.
Getränke
Wein: Die Kanaren haben 10 D.O.-Weinregionen. Highlights: Malvasía aus Lanzarote (süß, fruchtig), Listán Negro aus Teneriffa (leichter Rotwein), Listán Blanco aus La Palma (mineralisch). Ein Glas ab 2 €, Flasche ab 8 € im Restaurant.
Ron Miel: Kanarischer Honigrum — süß, klebrig, gefährlich lecker. Als Digestif oder auf Eis. Ab 6 € die Flasche im Supermarkt.
Barraquito: Das kanarische Kaffeekunstwerk — geschichteter Milchkaffee mit Licor 43, Kondensmilch, aufgeschäumter Milch, Zimt und Zitronenschale. Sieht aus wie ein Cocktail, schmeckt himmlisch. Ab 3 € in jedem Café.
Tipp
Die besten Guachinches auf Teneriffa: Kleine, saisonale Hinterhof-Restaurants, in denen Winzer ihren eigenen Wein und einfaches Essen servieren — oft in Garagen oder Höfen, ohne Schild. Menü (Suppe + Fleisch + Wein) ab 8–10 €. Frage Einheimische nach dem nächsten offenen Guachinche oder suche in der App „Buen Provecho Guachinches".
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