Vielfalt & Einwanderung
Die USA sind das vielfältigste Land der Welt — eine Nation, die aus Einwanderung entstanden ist und bis heute von ihr geprägt wird. Über 330 Millionen Menschen aus praktisch jedem Land der Erde leben hier: 60 % Weiße, 19 % Hispanic/Latino, 13 % Afroamerikaner, 6 % Asiaten, 1,3 % Native Americans/Alaska Natives und eine wachsende Zahl von Menschen mit gemischter Herkunft.
Diese Vielfalt zeigt sich in allem: in der Küche (du kannst in jeder Großstadt authentisch mexikanisch, äthiopisch, koreanisch, indisch und libanesisch essen — oft in derselben Straße), in der Musik (Jazz, Blues, Hip-Hop, Country, Salsa — alles amerikanische Erfindungen), in der Sprache (über 350 Sprachen werden in den USA gesprochen; in vielen Städten brauchst du Spanisch mehr als Englisch) und in der Religion (von Megachurches bis Moscheen, von Amish bis Zen-Buddhisten).
Gleichzeitig sind die USA ein Land, in dem Rasse (race) eine viel größere Rolle spielt als in Europa. Die Folgen von Sklaverei, Segregation und systematischem Rassismus sind bis heute sichtbar — in der Vermögensverteilung, im Bildungssystem, in der Polizeigewalt und in der politischen Landschaft. Als europäischer Reisender wirst du diese Spannungen nicht unbedingt direkt erleben, aber du solltest wissen, dass sie existieren.