Kunst & Pop-Kultur · Abschnitt 3/5

Jazz & Blues

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Jazz & Blues

Jazz und Blues sind die wichtigsten musikalischen Beiträge Amerikas zur Weltkultur — beide entstanden aus der afroamerikanischen Erfahrung und haben praktisch jede moderne Musikform beeinflusst (Rock, Pop, Soul, R&B, Hip-Hop).

Jazz

Entstanden um 1900 in New Orleans — aus einer Mischung afrikanischer Rhythmen, Blues, Ragtime und europäischer Harmonien. Die Frenchmen Street in New Orleans (nicht die touristische Bourbon Street!) ist der beste Ort der Welt, um Live-Jazz zu hören — Club an Club, jeden Abend, meist ohne Eintritt (aber Mindestverzehr). Das Preservation Hall (seit 1961) ist die heilige Stätte des traditionellen New-Orleans-Jazz (Tickets 25–50 $, oft ausverkauft).

Weitere Jazz-Hochburgen: Harlem (New York) — das Apollo Theater und das Paris Blues; Chicago — Andy's Jazz Club, Green Mill (wo Al Capone seinen Stammplatz hatte); Kansas City — das American Jazz Museum und die 18th & Vine Historic District.

Blues

Entstanden im Mississippi-Delta aus den Arbeitsliedern (Work Songs) und Spirituals der versklavten Bevölkerung. Die Geburtsstätte: Clarksdale, Mississippi (das Delta Blues Museum, die berühmte „Crossroads" an Highway 61 und 49, wo Robert Johnson der Legende nach seine Seele an den Teufel verkaufte). Der Blues wanderte nach Norden und wurde in Chicago elektrisch — Muddy Waters, Howlin' Wolf, Buddy Guy prägten den Chicago Blues. Die Beale Street in Memphis ist heute die berühmteste Blues-Meile der Welt.

Elvis Presley entdeckte in Memphis den Blues und den Rhythm and Blues der afroamerikanischen Community, vermischte ihn mit Country — und erfand den Rock 'n' Roll. Sun Studio in Memphis (wo Elvis, Johnny Cash und Jerry Lee Lewis ihre ersten Aufnahmen machten, Tour 15 $) und Graceland (Elvis' Anwesen, ab 45 $) sind Pilgerstätten der Musikgeschichte.

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