Karpaz-Halbinsel
★★ Karpaz — Das Ende der Welt
Die Karpaz-Halbinsel (Karpasia) ist der lange, schmale „Finger" im Nordosten Zyperns — 80 km lang, fast unbewohnt, wildromantisch. Hier gibt es keine Resorts, keine Cocktailbars, keine Instagram-Hotspots. Stattdessen: endlose Sandstrände, wilde Esel, die über die Straße trotten, verlassene griechische Dorfkirchen und die Stille der Natur.
Golden Beach (Altın Kum Plajı)
Der schönste Strand Nordzyperns — 3 km goldener Sand, fast menschenleer, an der Nordostspitze der Halbinsel. Keine Liegen, keine Bars (manchmal ein mobiler Snackwagen). Nur Sand, Meer und die Silhouette der türkischen Küste am Horizont. Schildkröten nisten hier von Juni bis August.
Apostolos Andreas Kloster
An der äußersten Spitze des Karpaz steht das Kloster des Apostels Andreas — ein griechisch-orthodoxes Pilgerheiligtum, das trotz der Teilung von beiden Volksgruppen verehrt wird. Kürzlich aufwändig restauriert. Der Ort am Ende der Welt hat eine mystische Ausstrahlung.
Wilde Esel
Die Halbinsel ist Heimat hunderter wilder Esel — Nachfahren der Arbeitsesel, die nach der Vertreibung der griechischen Bevölkerung 1974 zurückgelassen wurden. Sie stehen überall am Straßenrand und lassen sich füttern (Obst, kein Brot!).
Von Famagusta zur Spitze des Karpaz: ca. 2,5 Stunden Fahrt (100 km). Tankstelle: in Dipkarpaz (Rizokarpaso), der letzten Ortschaft. Wenig Infrastruktur — Wasser und Snacks mitbringen. Übernachtungsmöglichkeiten: Karpaz Gate Marina Hotel (Luxus), Oasis Hotel (Budget). Am besten als 2-Tages-Ausflug.