Nikkō — Pracht im Wald★★
Nikkō ist das Gegenteil von Zen-Minimalismus — hier ist mehr mehr. Der Tōshō-gū-Schrein, das Mausoleum des ersten Tokugawa-Shoguns Ieyasu, ist Japans opulentestes Bauwerk: über 2,4 Millionen Blattgold-Platten, 5.173 Schnitzereien, darunter die berühmten drei Affen (nichts sehen, nichts hören, nichts sagen) und die „schlafende Katze" (Nemuri-neko).
Der gesamte Schrein-Komplex (UNESCO-Welterbe) liegt in einem alten Zedernwald — die Kombination aus barocker Pracht und stiller Natur ist einzigartig. Die Yōmeimon (Sonnentor) allein hat über 500 Schnitzereien — man könnte einen ganzen Tag nur damit verbringen, die Details zu studieren.
Nikkō liegt 2 Stunden nördlich von Tokyo (Tobu Railway ab Asakusa, ¥2.800 Hin+Rück mit Nikko Pass). Die Umgebung bietet:
- Kegon-Wasserfall: 97 Meter hoher Wasserfall, per Aufzug zur Aussichtsplattform (¥570).
- Chūzenji-See: Bergsee auf 1.269 m Höhe, umgeben von Herbstlaub im Oktober.
- Kinugawa Onsen: Onsen-Kurort in der Nähe.
💡 Tipp
Der Nikko World Heritage Pass (¥2.120 ab Asakusa, 2 Tage) inkludiert Zugfahrt und Busse in Nikkō. Komm unter der Woche — am Wochenende ist der Tōshō-gū überlaufen. Im Herbst (Oktober) ist die Fahrt zum Chūzenji-See durch die Irohazaka-Serpentinen (48 Kurven) spektakulär.