Kanazawa — Garten, Gold & Samurai★★
Kanazawa (金沢, „Goldener Sumpf") ist Japans unterschätzteste Kulturstadt — eine ehemalige Burgstadt, die im Zweiten Weltkrieg nicht bombardiert wurde und daher historische Viertel, einen der drei schönsten Gärten Japans und ein lebendiges Kunsthandwerk bewahrt hat.
Das Herzstück ist Kenroku-en — einer der „drei perfekten Gärten" Japans (Nihon Sanmeien). 11 Hektar groß, mit Teichen, Brücken, Teehäusern und der berühmten Kotoji-Laterne (zweibeinge Steinlaterne, Kanazawas Wahrzeichen). Jede Jahreszeit bringt neue Schönheit — im Winter werden die Bäume mit Yukitsuri (Schnurschützschirmen) vor Schneelast geschützt, was einen einzigartigen geometrischen Anblick erzeugt.
Weitere Highlights:
- Higashi Chaya District: Geisha-Viertel mit Teehäusern aus dem 19. Jahrhundert. Weniger touristisch als Kyotos Gion. Blattgold-Eis (¥891) ist Kanazawas Instagram-Sensation.
- Nagamachi Samurai District: Erhaltene Samurai-Residenzen mit Lehmmauern und kleinen Gärten.
- 21st Century Museum of Contemporary Art: Kreisrundes Glasgebäude mit Leandro Erlichs berühmtem „Swimming Pool" (Illusion, in die man von unten hineingeht). Eintritt zum Außenbereich kostenlos.
- Ōmi-chō Market: Kanazawas Fisch- und Gemüsemarkt seit über 300 Jahren — frischer Kaisen-don (Meeresfrüchte-Reisschüssel) ab ¥1.500.
Anreise: 2,5 Stunden von Tokyo mit dem Hokuriku Shinkansen (im JR Pass inklusive).
💡 Tipp
Kanazawa produziert 99 % des japanischen Blattgolds. Das Blattgold-Eis bei Hakuichi (Higashi Chaya) ist ein Muss — ein ganzes Blatt 24-Karat-Gold auf Vanilleeis. Sieht spektakulär aus und schmeckt... nach Vanilleeis (Gold hat keinen Geschmack).