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Südjapan · Abschnitt 1/8

Hiroshima — Friedenspark & Atombomben-Dom

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Hiroshima — Friedenspark & Atombomben-Dom★★★

1-2 Nakajimacho, Naka-ku, Hiroshima
Park: 24h | Museum: 8:30–18:00 (Aug: bis 19:00, Dez–Feb: bis 17:00)
Park: kostenlos | Museum: ¥200 (~1,25 €)

Hiroshima ist eine Stadt, die sich aus der totalen Vernichtung neu erschaffen hat — und heute als Symbol für Frieden und Versöhnung steht. Am 6. August 1945 um 8:15 Uhr detonierte die erste im Krieg eingesetzte Atombombe „Little Boy" 580 Meter über der Stadt. Innerhalb von Sekunden waren 80.000 Menschen tot, bis Jahresende über 140.000. Heute ist Hiroshima eine lebendige, moderne Stadt mit einer der wichtigsten Gedenkstätten der Welt.

Der Friedenspark (Heiwa Kinen Kōen) erstreckt sich auf der Insel zwischen zwei Flussarmen — genau am Epizentrum der Explosion. Das Herzstück ist der Atombomben-Dom (Genbaku Dōmu), die Ruine der ehemaligen Industrie- und Handelskammer — das einzige Gebäude, das (teilweise) stehen blieb, weil die Bombe fast senkrecht darüber detonierte. Die skelettartige Kuppel ist UNESCO-Welterbe und das eindringlichste Kriegsdenkmal, das man sehen kann.

Das Friedensmuseum (¥200) wurde 2019 komplett renoviert und erzählt die Geschichte durch persönliche Schicksale — verbrannte Kleidung, geschmolzene Lunch-Dosen, Zeichnungen von Überlebenden (Hibakusha). Es ist emotional überwältigend und absolut notwendig. Plane 1,5–2 Stunden ein.

Vor dem Museum steht die Friedensflamme, die brennt, bis die letzte Atomwaffe vernichtet ist, und das Kinder-Friedensdenkmal für Sadako Sasaki — das Mädchen, das nach der Strahlung Leukämie bekam und 1.000 Papierkraniche faltete, in der Hoffnung auf Heilung. Heute hängen jedes Jahr Millionen Origami-Kraniche aus aller Welt an ihrem Denkmal.

💡 Tipp

Nimm dir mindestens einen halben Tag für den Friedenspark und das Museum. Die Audioguides (¥400) sind exzellent. Abends ist der beleuchtete Atombomben-Dom besonders eindringlich. Hiroshima ist auch für Okonomiyaki berühmt — Hiroshima-Stil (geschichtet statt gemischt) im Viertel Okonomimura (26 Okonomiyaki-Restaurants auf drei Etagen).

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