Habsburg & Österreich-Ungarn (1527-1918)
1527 wählte der kroatische Adel Ferdinand I. von Habsburg zum König — der Beginn von fast 400 Jahren habsburgischer Herrschaft. Kroatien behielt formal sein eigenes Parlament (Sabor) und einen gewissen Grad an Autonomie, war aber zunehmend den Interessen Wiens und Budapests untergeordnet.
Die Illyrische Bewegung (1830er-1840er) unter Ljudevit Gaj war die erste nationale Erweckungsbewegung: Man standardisierte die kroatische Sprache, gründete Zeitungen und Kulturinstitutionen und forderte mehr Autonomie. Zagreb wurde zum kulturellen Zentrum — Theater, Universität und die Akademie der Wissenschaften entstanden in dieser Zeit.
Unter Österreich-Ungarn (1867-1918) erlebte besonders die Küste einen Aufschwung: Opatija wurde zum mondänen k.u.k.-Seebad (die erste Riviera der Monarchie), Pula zum Hauptkriegshafen der Marine, und die Eisenbahn verband Zagreb mit Wien und Budapest. Viele der prächtigen Gebäude in Zagreb, Opatija und Rijeka stammen aus dieser Epoche.
💡 Tipp
Das Museum Mimara in Zagreb und die Villen entlang der Lungomare in Opatija sind die eindrucksvollsten Zeugnisse der k.u.k.-Zeit in Kroatien.