Unabhängigkeit bis heute (1995-2026)
Nach dem Krieg musste Kroatien sein Land und seine Wirtschaft praktisch neu aufbauen. Unter Präsident Franjo Tuđman (1990-1999) war die Politik nationalistisch geprägt. Nach seinem Tod begann eine Phase der Demokratisierung und EU-Annäherung.
Die wichtigsten Meilensteine:
- 2009: NATO-Beitritt
- 2013: EU-Beitritt (28. Mitgliedsstaat)
- 2018: WM-Finale im Fußball (Silbermedaille) — ein Moment, der das ganze Land vereinte
- 2022: Erneut WM-Halbfinale + Bronzemedaille
- 1. Januar 2023: Doppelter Meilenstein — Beitritt zum Schengen-Raum (keine Grenzkontrollen mehr) UND zur Eurozone (Euro ersetzt Kuna). Für Touristen ein Segen: kein Geldwechseln, kein Grenzstau
- 2024: Die Pelješac-Brücke verbindet erstmals den Süden Kroatiens ohne Umweg über Bosnien
Heute ist Kroatien ein stabiler EU-Staat mit einer Wirtschaft, die stark vom Tourismus abhängt (ca. 20% des BIP). Die Bevölkerung schrumpft allerdings besorgniserregend — viele junge Kroaten wandern nach Irland, Deutschland oder Österreich aus (EU-Freizügigkeit). Von 4,4 Millionen Einwohnern 1991 sind nur noch ~3,86 Millionen übrig.