Geographie
Kroatien hat die Form eines Hufeisens (oder Bumerangs) — eine ungewöhnliche Geographie, die durch die Geschichte geformt wurde. Das Land erstreckt sich von der pannonischen Tiefebene im Nordosten über das Dinarische Gebirge bis zur 1.778 km langen Adriaküste.
Drei Landschaftszonen
- Pannonische Tiefebene (Nordosten): Flach, fruchtbar, landwirtschaftlich. Slavonien mit seinen Weizenfeldern, Wäldern und Flüssen (Drau, Save, Donau). Kroatiens „Kornkammer".
- Dinarisches Gebirge (Mitte): Karstlandschaft — poröser Kalkstein, unterirdische Flüsse, Höhlen, Schluchten. Die Plitvicer Seen und die Krka-Wasserfälle sind Produkte dieses Karsts. Höchster Berg: Dinara (1.831 m).
- Adriaküste (Westen/Süden): 1.778 km Festlandküste + 4.058 km Inselküste = 5.835 km Gesamtküste. 1.244 Inseln, Riffe und Felsen. Das Wasser ist extrem klar (bis 50 m Sichttiefe), weil der Karst Sedimente filtert.
Inseln
Von den 1.244 Inseln sind nur 47 dauerhaft bewohnt. Die größten: Krk und Cres (beide ca. 406 km²), Brač (395 km²), Hvar (300 km²). Die bevölkerungsreichste: Krk (19.000 Einwohner, mit Brücke zum Festland verbunden). Die entlegenste bewohnte: Vis (erst 1989 für Touristen geöffnet, vorher jugoslawische Militärbasis).
Klima
Die Küste hat mediterranes Klima (heiße, trockene Sommer; milde, feuchte Winter). Das Inland hat kontinentales Klima (kalte Winter mit Schnee, heiße Sommer). Die Bora (Bura) ist ein kalter, böiger Nordostwind, der im Winter mit bis zu 250 km/h durch die Küstentäler pfeift — die Pelješac-Brücke und die Krk-Brücke werden dann gesperrt.