Santa Clara — Die Stadt des Che★★
Santa Clara (240.000 Einwohner) ist untrennbar mit Ernesto „Che" Guevara verbunden. Hier fand am 29. Dezember 1958 die Schlacht von Santa Clara statt — der entscheidende Sieg der Revolution, der den Diktator Batista zur Flucht zwang und Fidel Castros Triumph besiegelte. Che Guevaras Guerilla-Truppen entgleisten einen Panzerzug der Regierung und eroberten die Stadt in wenigen Stunden.
Sehenswürdigkeiten
★★★ Mausoleum del Che Guevara — Die Gedenkstätte am westlichen Stadtrand besteht aus drei Teilen: der Bronzestatue Ches (6,7 m) auf einem Sockel mit seinem Abschiedsbrief an Fidel, dem Mausoleum darunter, in dem seit 1997 die sterblichen Überreste Ches und seiner Kameraden ruhen (1967 in Bolivien gefallen, erst 1997 gefunden), und dem Museum mit persönlichen Gegenständen, Fotos und Briefen. Eine ewige Flamme brennt über dem Grab. Der Besuch ist kostenlos, ergreifend und für viele ein emotionaler Höhepunkt der Kuba-Reise — unabhängig von der politischen Einstellung.
★★ Monumento al Tren Blindado — Am Originalschauplatz steht der entgleiste Panzerzug als Freiluftmuseum (1 €). Vier Waggons dokumentieren die Schlacht. Ein Bulldozer, mit dem Ches Truppen die Gleise aufgerissen haben, steht daneben.
Santa Clara ist auch Kubas progressivste Stadt: Die Universität sorgt für ein junges Publikum, es gibt eine aktive LGBTQ+-Szene und die lebhafteste Alternative-Kulturszene außerhalb Havannas. Das Mejunje (Calle Marta Abreu) ist ein legendärer Kulturraum — halb Ruine, halb Club — mit Drag-Shows, Live-Musik und Theater.
💡 Tipp
Santa Clara lässt sich perfekt als Zwischenstopp zwischen Trinidad und Havanna (oder den Cayos) einplanen. Ein halber Tag reicht für die Che-Stätten. Wer abends bleibt, sollte unbedingt ins Mejunje — einer der einzigartigsten Orte Kubas.