Valle de los Ingenios★★
Das Tal der Zuckermühlen (ebenfalls UNESCO-Welterbe zusammen mit Trinidad) erstreckt sich östlich der Stadt über drei miteinander verbundene Täler. Hier standen im 19. Jahrhundert über 70 Zuckermühlen (Ingenios), die mit Sklavenarbeit betrieben wurden und Trinidads märchenhaften Reichtum begründeten. Es war eines der produktivsten Zuckergebiete der Karibik.
Heute sind die meisten Mühlen verfallen, aber einige Ruinen erzählen eindrucksvoll von dieser dunklen Epoche:
Torre Manaca Iznaga
Das Wahrzeichen des Tals: ein 45 m hoher Aussichtsturm (1816), den der Zuckerbaron Alejo Iznaga bauen ließ, um seine Sklaven auf den Feldern zu überwachen. Von oben hat man einen weiten Blick über das gesamte Tal. Am Fuß des Turms verkaufen Frauen bestickte Tischdecken und Häkelarbeiten. Eintritt 1 €.
Hacienda San Isidro de los Destiladeros
Eine teilweise restaurierte Zuckerhacienda mit den Überresten der Mühle, dem Herrenhaus und den Sklavenquartieren. Die Kluft zwischen dem Luxus der Besitzer und dem Elend der Sklaven ist erschütternd sichtbar.
Anreise
Per Touristenzug ab Trinidad (30 €, halber Tag, inkl. Stopp an der Torre und Mittagessen) oder per Taxi (25–35 € für den ganzen Ausflug). Der Zug fährt durch die spektakuläre Landschaft — eine der schönsten kurzen Zugstrecken Kubas.
Achtung
Das Valle de los Ingenios ist ein Ort der Sklavengeschichte. Die Ausstellungen thematisieren die brutale Realität der Sklavenwirtschaft. Besuche den Ort mit Respekt und Sensibilität.