Südwesten: Calvià & Andratx · Abschnitt 6/7

Santa Ponça & Palmanova

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Santa Ponça & Palmanova

Santa Ponça und Palmanova sind die Mainstream-Ferienorte an Mallorcas Südwestküste — und sie machen keinen Hehl daraus. Große Hotels, All-inclusive-Resorts, Souvenirläden, internationale Restaurants und eine gut geölte touristische Maschinerie. Das klingt erst einmal abschreckend, hat aber durchaus seine Berechtigung: Wer einen unkomplizierten, gut organisierten Strandurlaub sucht — besonders mit Familie —, wird hier bestens versorgt.

Santa Ponça hat einen langen, breiten Sandstrand (ca. 500 m), der flach ins Wasser abfällt und von der Blauen Flagge ausgezeichnet ist. Dahinter erstreckt sich eine Fußgängerzone mit Geschäften, Restaurants und Bars. Der Ort hat eine große britische Community — Fish & Chips und Full English Breakfast gehören zum Stadtbild. Im Hinterland gibt es drei Golfplätze (Golf Santa Ponça I, II und III), die zu den meistgespielten der Insel gehören. Greenfee ab ca. 60 €.

Historisch ist Santa Ponça bedeutsam: Hier landete 1229 König Jaume I. von Aragón mit seiner Armee, um Mallorca von den Mauren zurückzuerobern. Ein Kreuz auf der Landzunge (Creu de Santa Ponça) erinnert an dieses Ereignis. Jedes Jahr im September wird die Landung mit einem historischen Fest nachgestellt.

Palmanova, nur 3 Kilometer östlich, ist ähnlich aufgebaut, aber etwas kompakter und internationaler gemischt. Drei Sandstrände (Son Maties, Palmanova und Es Carregador) gehen nahtlos ineinander über und bilden zusammen fast 1 Kilometer Strand. Die Strandpromenade zwischen Palmanova und Magaluf wurde in den letzten Jahren aufwendig erneuert: breite Flaniermeile, Palmen, moderne Beleuchtung.

Beide Orte bieten eine exzellente Infrastruktur: Supermärkte (Mercadona, Eroski), Apotheken, Ärztezentren mit deutschsprachigem Personal, Fahrradverleihe, Tauchschulen, Wasserparks (Western Water Park in Magaluf, ca. 30 € Eintritt). Für Familien mit Kindern ist das Gesamtpaket schwer zu schlagen.

Ehrliche Einschätzung: Santa Ponça und Palmanova sind keine Orte für Individualreisende, die das authentische Mallorca suchen. Hier ist alles auf Tourismus ausgerichtet, die mallorquinische Identität tritt in den Hintergrund. Aber sie sind sicher, sauber, familienfreundlich und preiswert — und manchmal ist genau das richtig. Die Nähe zu Palma (20 Min. mit dem Bus) ermöglicht jederzeit einen Ausflug in die echte Stadt.

💡 Tipp

Wer in Santa Ponça oder Palmanova wohnt, sollte unbedingt einen Abend im Hinterland verbringen: Das Dorf Calvià (10 Min. mit dem Auto) hat eine hübsche Plaza mit authentischen Restaurants, die ein Bruchteil der Strandpreise verlangen. Oder abends nach Palma fahren — die Busverbindung (Linie 107) fährt bis Mitternacht.

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