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Kanarische Inseln · Abschnitt 6/8

La Gomera — Garajonay & Stille

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La Gomera — Garajonay & Stille★★

La Gomera ist die zweitkleinste der Hauptinseln (370 km², 22.000 Einwohner) — und die ursprünglichste. Keine Flughafenpiste (nur Fähre oder Propellermaschine von Teneriffa), kein Massentourismus, keine Bettenburgen. Stattdessen: Ein UNESCO-Welterbe-Nebelwald, tiefe Schluchten (Barrancos), terrassierte Felder und eine Pfeifsprache (Silbo Gomero), die die Einheimischen noch heute benutzen.

Der Garajonay-Nationalpark bedeckt ein Drittel der Insel — ein Relikt aus dem Tertiär, als ganz Südeuropa so aussah. Moosbedeckte Lorbeerbäume, Riesenfarne, mystischer Nebel, absolute Stille. Wandern ist hier nicht Freizeitbeschäftigung, sondern Lebensform.

La Gomera ist perfekt für 3–4 Tage als Ergänzung zu Teneriffa (Fähre ab Los Cristianos: 50 Min., ab 35 € hin und zurück).

Garajonay & Highlights

★★★ Nationalpark Garajonay

Ein 11 Millionen Jahre alter Nebelwald — UNESCO-Welterbe seit 1986. Hier wachsen Lorbeerarten, die im restlichen Europa während der Eiszeiten ausstarben: Stinklorbeer, Kanarische Stechpalme, Baumheide. Der Wald sieht aus wie aus einem Tolkien-Roman: moosüberzogene Baumstämme, hängende Flechten, mystischer Nebel, der durch die Kronen zieht.

Beste Wanderungen:

  • El Cedro — Hermigua (Rundweg, 3 Std., mittelschwer) — Durch den dichtesten Lorbeerwald zum Bach El Cedro und einer der wenigen Gastwirtschaften im Wald (Bar La Vista, Eintopf ab 8 €).
  • Contadero — Alto de Garajonay (Gipfelwanderung, 1,5 Std., leicht) — Zum höchsten Punkt der Insel (1.487 m), Panoramablick auf alle westlichen Inseln.
  • Raso de la Bruma (Nebelweg, 2 Std., leicht) — Durch den atmosphärischsten Teil des Waldes, perfekt für Fotos.

Besucherzentrum Juego de Bolas (bei Agulo): kostenlose Karten, Ausstellung zur Flora/Fauna, Garten mit endemischen Pflanzen. Mo–So 9:30–16:30.

★★ Valle Gran Rey

Das Hippie-Tal La Gomeras: In den 1970ern kamen die ersten Aussteiger, und die Atmosphäre ist geblieben. Terrassierte Palmentäler, schwarze Strände, günstige Pensionen (ab 35 €/Nacht), vegetarische Restaurants und eine entspannte Community aus Langzeiturlaubern und Digitalnomaden.

★★ Silbo Gomero — Die Pfeifsprache

Eine UNESCO-Welterbe-Sprache: Die Gomeros kommunizieren über Schluchten hinweg durch eine ausgeklügelte Pfeifsprache, die spanische Vokale und Konsonanten in Pfeiftöne übersetzt. Reichweite bis zu 3 km! Seit 1999 Pflichtfach in Gomeras Schulen. Im Restaurant Las Rosas (bei Agulo) gibt es tägliche Vorführungen mit Mittagessen (18 €).

★ San Sebastián de la Gomera

Die Inselhauptstadt (9.000 Einwohner) — hier legte Kolumbus auf seinen Reisen in die Neue Welt zum letzten Mal an. Die Iglesia de la Asunción (15. Jh.) und das Casa de la Aguada (wo Kolumbus Wasser holte) erinnern daran. Der Hafenbereich ist nett für einen Kaffee.

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