Reynisfjara — Schwarzer Strand★★★
Der dramatischste Strand der Welt
Reynisfjara ist kein Strand zum Baden — er ist ein Naturschauspiel. Kohlschwarzer Vulkansand erstreckt sich unter gewaltigen Basaltsäulen, die wie eine von Riesen gebaute Orgel aussehen. Vor der Küste ragen die Reynisdrangar aus dem Meer — drei Felsnadeln, die bis zu 66 Meter hoch sind und laut Legende versteinerte Trolle sind, die von der Morgensonne überrascht wurden, als sie versuchten, ein Schiff an Land zu ziehen.
Die Basaltsäulen
Die Basaltsäulen an der Hálsanefshellir-Höhle sind perfekt sechseckig und sehen aus, als hätte ein Architekt sie entworfen — es ist pure Geologie. Sie entstanden, als basaltische Lava langsam und gleichmäßig abkühlte. Die Abkühlung erzeugt Schrumpfungsrisse, die sich in regelmäßigen Abständen bilden — ähnlich wie Trocknungsrisse in Schlamm, nur dreidimensional. Das Ergebnis sind diese perfekten hexagonalen Säulen, die an eine Bienenwabe erinnern. Du findest ähnliche Formationen am Giant's Causeway in Nordirland und am Svartifoss im Skaftafell-Nationalpark.
Die Höhle selbst ist begehbar (bei Ebbe und ruhiger See!) und bietet von innen einen dramatischen Rahmenblick auf die Reynisdrangar-Felsen.
Der schwarze Sand
Der Sand ist so schwarz, weil er aus zermahlener Basaltlava besteht — das vulkanische Gestein, aus dem fast ganz Island gebaut ist. Die Brandung mahlt die Lavabrocken über Jahrtausende zu feinem, samtschwarzem Sand. An sonnigen Tagen absorbiert der schwarze Sand die Wärme und wird überraschend warm unter den Füßen.
Achtung
Reynisfjara ist GEFÄHRLICH! Die sogenannten „Sneaker Waves" — riesige Wellen, die ohne Vorwarnung den Strand hochrasen — haben schon Touristen ins Meer gerissen und getötet. Es gab mehrere Todesfälle in den letzten Jahren. Kehre dem Meer NIEMALS den Rücken zu, halte mindestens 30 Meter Abstand zur Wasserlinie, und gehe AUF KEINEN FALL ins Wasser. Die Strömung ist so stark, dass selbst gute Schwimmer keine Chance haben. Die Warnschilder sind ERNST GEMEINT!