Die Revolution (1953–1959)
In den 1950ern war Kuba unter Diktator Fulgencio Batista ein Spielplatz der US-amerikanischen Mafia: Havanna war das Las Vegas der Karibik — Casinos, Bordelle, luxuriöse Hotels. Meyer Lansky, Lucky Luciano und Frank Sinatra waren Stammgäste. Gleichzeitig lebte die Mehrheit der Kubaner in bitterer Armut: 40% waren Analphabeten, die Kindersterblichkeit war hoch, die Landarbeiter schufteten für Hungerlöhne auf den Zuckerfeldern.
Der Angriff auf die Moncada-Kaserne (1953)
Am 26. Juli 1953 griff der junge Anwalt Fidel Castro mit 160 Rebellen die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba an — ein verzweifelter, schlecht geplanter Versuch, den Aufstand zu entfachen. Der Angriff scheiterte, über 60 Rebellen wurden getötet oder gefoltert. Fidel wurde verhaftet und vor Gericht gestellt. Seine Verteidigungsrede — „Die Geschichte wird mich freisprechen" — wurde zum Manifest der Revolution.
Die Granma und die Sierra Maestra (1956–1959)
Nach seiner Entlassung ging Fidel ins Exil nach Mexiko, wo er Ernesto „Che" Guevara kennenlernte. Am 2. Dezember 1956 landeten 82 Revolutionäre auf der Yacht Granma an Kubas Südküste — die meisten wurden sofort getötet oder gefangen genommen. Nur 12 überlebten und flohen in die Sierra Maestra, darunter Fidel, Raúl Castro und Che Guevara.
Von der Sierra aus führten sie einen dreijährigen Guerillakrieg, der immer mehr Anhänger gewann. Am 31. Dezember 1958 stürmten Ches Truppen Santa Clara, Camilo Cienfuegos nahm Havanna ein, und Batista floh mit 300 Millionen Dollar nach Santo Domingo. Am 1. Januar 1959 verkündete Fidel Castro den Sieg der Revolution.
💡 Tipp
Die wichtigsten Orte der Revolution kann man besuchen: Moncada-Kaserne (Santiago), Granma-Landeplatz (Las Coloradas, abgelegen), Comandancia de la Plata (Sierra Maestra), entgleister Panzerzug (Santa Clara), Plaza de la Revolución (Havanna).