StartseiteReiseführerKubaGeschichte KubasKolonialzeit & Zucker (1492–1898)
Geschichte Kubas · Abschnitt 1/3

Kolonialzeit & Zucker (1492–1898)

🇨🇺 Kuba Reiseführer

Geschichte Kubas|
VerstehenKolonialzeit & Zucker (1492–1898)

Kolonialzeit & Zucker (1492–1898)

Christoph Kolumbus erreichte Kuba am 28. Oktober 1492 und schrieb in sein Logbuch: „Das schönste Land, das Menschenaugen je erblickten." Die Insel war damals von Taíno-Indianern bewohnt — einem friedlichen Volk, das Maniok anbaute und in Bohíos (Palmhütten) lebte. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden die Taíno durch Krankheiten, Zwangsarbeit und Gewalt nahezu ausgerottet.

Die spanische Kolonisierung begann 1511 unter Diego Velázquez, der sieben Siedlungen gründete — darunter Baracoa (1511), Santiago de Cuba (1515) und Havanna (1519). Havanna wurde dank seiner strategischen Lage zum Dreh- und Angelpunkt des spanischen Kolonialreichs: Hier sammelten sich die Silber- und Goldflotten aus Mexiko und Peru, bevor sie den gefährlichen Atlantik überquerten. Piraten wie Francis Drake und Henry Morgan machten regelmäßig Jagd auf die Schätze.

Ab dem 18. Jahrhundert wurde Zucker zum Motor der kubanischen Wirtschaft — und zum Treibstoff einer der brutalsten Sklavenwirtschaften der Welt. Zwischen 1790 und 1880 wurden über 800.000 afrikanische Sklaven nach Kuba verschleppt, um auf den Zuckerplantagen zu arbeiten. Die Sklaverei wurde auf Kuba erst 1886 abgeschafft — als letztes Land in der westlichen Hemisphäre nach Brasilien. Die afrikanischen Wurzeln prägen Kubas Kultur bis heute: in der Musik (Son, Rumba), der Religion (Santería) und der Küche.

1898 endete die spanische Herrschaft durch den Spanisch-Amerikanischen Krieg. Die USS Maine explodierte im Hafen von Havanna (vermutlich ein Unfall), die USA nutzten es als Vorwand für die Intervention. Kuba wurde formell unabhängig — faktisch aber ein US-amerikanischer Satellitenstaat.

Reise nach Kuba planen

* Partnerlinks – bei Buchung erhalten wir eine Provision, ohne Mehrkosten für dich