LGBTQ+
Frankreich ist eines der liberalsten Länder der Welt für LGBTQ+-Reisende. Die gleichgeschlechtliche Ehe (mariage pour tous) ist seit 2013 legal, Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung ist gesetzlich verboten, und die französische Gesellschaft — insbesondere in den Großstädten — ist weitgehend tolerant und offen.
Paris — LGBTQ+-Hauptstadt
Paris hat eine der lebendigsten queeren Szenen Europas. Das Marais (3./4. Arrondissement, rund um die Rue des Archives und Rue Sainte-Croix de la Bretonnerie) ist das historische LGBTQ+-Viertel mit Bars, Clubs, Buchhandlungen und Shops. Die Marche des Fiertés (Pride Parade) Ende Juni zieht jedes Jahr über 500.000 Teilnehmer an.
- Beliebte Bars und Clubs: Open Café, Le Cox (Marais), Rosa Bonheur (Parc des Buttes-Chaumont), La Machine du Moulin Rouge
- Queere Buchhandlung: Les Mots à la Bouche (Marais)
- Monat des LGBTQ+-Filmfestivals: Chéries-Chéris im November
Außerhalb von Paris
Montpellier gilt als die LGBTQ+-freundlichste Stadt der Provinz. Lyon, Bordeaux, Nantes, Toulouse und Marseille haben ebenfalls lebendige Szenen. In ländlichen Gebieten und kleineren Städten ist die Akzeptanz weniger ausgeprägt — offene Anfeindungen sind selten, aber demonstrative Zuneigungsbekundungen können Blicke auf sich ziehen.
Nizza und Cannes an der Côte d'Azur haben etablierte LGBTQ+-Szenen. Die Île du Levant (Hyères) und der Plage de l'Espiguette (bei Montpellier) sind als FKK-/LGBTQ+-freundliche Strände bekannt.