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Kunst & Architektur · Abschnitt 1/5

Impressionismus — die Geburt der Moderne

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Impressionismus — die Geburt der Moderne

In den 1860er-Jahren geschah in Frankreich etwas Revolutionäres: Eine Gruppe junger Maler trat aus ihren Ateliers heraus, stellte ihre Staffeleien in die Natur und malte, was sie sahen — Licht, Luft, flüchtige Augenblicke. Die akademische Kunstwelt war entsetzt. Die Geburt des Impressionismus war eine der folgenreichsten Revolutionen in der Geschichte der Kunst.

Claude Monet gab der Bewegung ihren Namen: Sein Bild "Impression, soleil levant" (1872), das den Hafen von Le Havre im Morgenlicht zeigt, wurde von einem Kritiker verächtlich als bloße "Impression" abgetan. Die Impressionisten nahmen den Spott als Ehrennamen an.

Was die Impressionisten vereinte: Sie malten das Licht statt die Dinge. Kurze Pinselstriche, reine Farben nebeneinander gesetzt, keine glatten Oberflächen, keine historischen Themen. Sie malten das Leben, wie es war — Spaziergänger am Fluss, Tänzerinnen hinter der Bühne, Sommertage im Garten, das Spiel des Sonnenlichts auf Wasser.

Die großen Impressionisten

  • Claude Monet — Seerosen, Heuhaufen, Kathedralen im wechselnden Licht. Sein Garten in Giverny ist eine Pilgerstätte
  • Pierre-Auguste Renoir — sinnliche Lebensfreude, Tanzszenen, Frauenporträts. "Bal du Moulin de la Galette" ist eines der beliebtesten Gemälde im Musée d'Orsay
  • Edgar Degas — Balletttänzerinnen, Pferderennen, Badende. Technisch brillant, oft in ungewöhnlichen Blickwinkeln
  • Camille Pissarro — Landschaften, Stadtansichten von Paris, der "Lehrer" der Impressionisten
  • Berthe Morisot — eine der wenigen Frauen der Bewegung, intime Familienszenen in lichter Farbgebung

Nach dem Impressionismus folgten Post-Impressionismus (Cézanne, Van Gogh, Gauguin), Fauvismus (Matisse, Derain) und Kubismus (Picasso, Braque) — alle in Frankreich geboren. Das Musée d'Orsay in Paris, untergebracht in einem ehemaligen Bahnhof, besitzt die weltweit beste Sammlung impressionistischer Kunst.

💡 Tipp

Monets Garten in Giverny (ca. 80 km von Paris) ist von April bis Oktober geöffnet. Komm gleich zur Öffnung um 9:30 — ab 11 Uhr wird es voll. Der japanische Garten mit den Seerosen ist genauso magisch wie auf den Bildern.

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