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La Palma · Abschnitt 7/7

Essen: Mojo-Saucen, Queso Palmero & Wein

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La Palma|
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Essen: Mojo-Saucen, Queso Palmero & Wein★★

La Palmas Küche ist rustikale kanarische Traditionsküche auf hohem Niveau — ehrlich, produktfokussiert und überraschend eigenständig. Die Insel hat eine starke kulinarische Identität, die sich deutlich von Teneriffa oder Gran Canaria unterscheidet.

Die Mojo-Saucen

Kanarische Mojos gibt es überall auf dem Archipel, aber La Palma hat die Kunst perfektioniert. Mojo rojo (rot, aus getrockneten Paprika, Kreuzkümmel, Knoblauch, Olivenöl und Essig) begleitet Fleisch und Papas arrugadas. Mojo verde (grün, aus Koriander oder Petersilie) kommt zu Fisch. Auf La Palma gibt es zusätzlich den Mojo de almendra (Mandelsoße) — mild, cremig, köstlich zu gegrilltem Ziegenfleisch. Jede Familie hat ihr eigenes Rezept, und die Diskussion über den besten Mojo ist ein kanarischer Nationalsport.

Queso Palmero (D.O.P.)

La Palmas Ziegenkäse trägt das geschützte Herkunftssiegel Denominación de Origen Protegida und ist eine kanarische Delikatesse. Hergestellt aus Rohmilch der einheimischen Palmera-Ziege, geräuchert über Mandel- oder Kaktusfeigeschalen, mit einer unverwechselbar aromatischen, leicht rauchigen Note. Es gibt ihn jung (tierno, cremig-mild, 1–2 Monate), halbgereift (semicurado, 2–6 Monate) und gereift (curado, über 6 Monate, kräftig). Preis auf der Insel: ab 8€/kg für tierno, bis 18€/kg für curado.

Die besten Käsereien: Quesos Artesanales Acosta (Puntallana) und Garafía Queso (Nordwesten). Beide bieten Verkostungen an.

Wein aus La Palma (D.O.)

La Palma hat eine eigene geschützte Weinherkunft (D.O. La Palma) mit drei Anbaugebieten und uralten Rebsorten, die anderswo längst ausgestorben sind. Besonders bemerkenswert: der Malvasía aus Fuencaliente — ein goldener, süßer Wein aus der gleichnamigen Traube, die auf vulkanischen Böden auf 300–500 m Höhe wächst. Shakespeare erwähnte den Malvasía der Kanaren bereits im 16. Jahrhundert.

Empfehlung: Bodegas Teneguía (Fuencaliente), die bekannteste Kellerei. Verkostung mit 4 Weinen für 8€. Der trockene Albillo ist ein Geheimtipp.

Weitere Spezialitäten

Papas arrugadas con mojo — runzelige Salzkartoffeln (in Meerwasser gekocht) mit Mojo: das Nationalgericht der Kanaren, auf La Palma besonders gut. Gofio — geröstetes Mehl (Mais oder Weizen), Grundnahrungsmittel der Guanchen, heute als Beilage, im Eintopf oder als Dessert (Gofio amasado mit Honig, Mandeln und Rosinen). Bienmesabe — süßes Mandeldessert mit Zimt und Zitrone.

Restaurant-Empfehlungen

€ Tasca Catalina · Puerto de Tazacorte
Die Seele der palmesischen Küche: winzige Tasca am Hafen, Papas arrugadas perfekt, dazu frischer Fisch vom Grill und hausgemachter Mojo. Kein Schnickschnack, ehrliche Preise.
Hauptgerichte 7–13€ · Mi–Mo 12–22 Uhr

€€ Restaurante Chipi Chipi · Los Llanos
Gehobene kanarische Küche in modernem Ambiente. Probiere den Queso Palmero a la plancha (gegrillter Käse) als Vorspeise und den Cherne (Wrackbarsch) als Hauptgang.
Hauptgerichte 14–24€ · Di–Sa 13–16 & 19–23 Uhr

€€€ Restaurante San Borondón · Playa de Tazacorte
Feines Dining am Strand mit Kreativküche auf Basis lokaler Produkte. Degustationsmenü (5 Gänge) für 45€ mit Weinbegleitung (25€ Aufpreis). Reservierung unbedingt empfohlen.
Di–Sa ab 19:30 Uhr

💡 Tipp

In fast jedem Dorf gibt es eine »Tasca« oder »Guachinche« — einfache Lokale, die oft nur an bestimmten Tagen öffnen und kanarische Hausmannskost zu Spottpreisen servieren. Frage Einheimische nach der nächsten Tasca — dort isst man am besten und günstigsten. Ein komplettes Essen mit Wein für 10–15€ ist keine Seltenheit.

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