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Regionen · Kapitel 3

Wien

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RegionenKapitel 3: Wien
Regionen · Kapitel 3

Wien

Wien ist keine Stadt, die man besucht — Wien ist eine Stadt, der man sich hingibt. Die einstige Kaiserresidenz der Habsburger, heute Welthauptstadt der Musik, der Kaffeehäuser und der leisen Melancholie, vereint imperiale Pracht mit einer lebendigen Gegenwartskultur. Vom gotischen Stephansdom bis zum brutalistischen Wohnbau, vom Schnitzel beim Figlmüller bis zum Naturwein in der Strandbar — Wien ist ein Widerspruch, der funktioniert.

Stephansdom & Innere Stadt★★★

Stephansdom: Mo–Sa 6–22 Uhr, So 7–22 Uhr
Dom frei, Türme 6–7 €, Katakomben 6,50 €

Das Herz Wiens schlägt im 1. Bezirk, der Inneren Stadt, die seit 2001 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Hier drängen sich auf engstem Raum mittelalterliche Gassen, barocke Paläste, imperiale Prachtbauten und mondäne Einkaufsstraßen — alles umschlossen vom Ring, der legendären Boulevardstraße, die seit 1865 die alten Stadtmauern ersetzt.

★★★ Stephansdom

Wiens Wahrzeichen und spirituelles Zentrum seit über 800 Jahren. Der 136,4 Meter hohe Südturm („Steffl") dominiert die Skyline und ist nach 343 Stufen besteigbar — oben erwartet dich ein atemraubender Rundumblick über die gesamte Stadt bis zu den Wienerwald-Hügeln. Das glasierte Ziegeldach mit dem Doppeladler-Muster (230.000 Ziegel!) ist Wiens meistfotografiertes Motiv.

Im Inneren: das gotische Riesentor, der barocke Hochaltar, die Kanzel des Meisters Pilgram (der sich selbst als Zuschauer verewigt hat) und die Katakomben mit den Eingeweiden der Habsburger. Die Domführung durch die Katakomben ist nichts für schwache Nerven — hier lagern Tausende Knochen der mittelalterlichen Pestopfer und die Urnen der kaiserlichen Organe.

Stephansplatz 3. Dom: frei (Langhaus), Führung Katakomben 6,50 €, Südturm 6 €, Nordturm-Aufzug 7 €. Mo–Sa 6–22 Uhr, So 7–22 Uhr. Führungen halbstündlich. Dauer: 90–120 Min. mit allem.

★★★ Graben & Kohlmarkt

Wiens eleganteste Fußgängerzone: der Graben (einst tatsächlich ein Verteidigungsgraben der römischen Lagerstadt Vindobona) mit der barocken Pestsäule (1693) und der Kohlmarkt, die exklusivste Einkaufsstraße der Stadt. Hier reihen sich Louis Vuitton, Chanel und die legendäre Konditorei Demel (seit 1786, k.u.k. Hofzuckerbäcker) aneinander. Die Demel-Torte kostet 7,50 € das Stück — und ist jeden Cent wert.

★★ Mozarthaus Vienna

Domgasse 5 — die einzige erhaltene Wiener Wohnung Mozarts, in der er von 1784 bis 1787 lebte und „Die Hochzeit des Figaro" komponierte. Drei Etagen mit Original-Dokumenten, Briefen und Musikinstrumenten. Kleiner, als man erwartet, aber die Atmosphäre ist authentisch.

Domgasse 5. 14 € (Kombiticket mit Haus der Musik 22 €). Täglich 10–19 Uhr.

★★ Ankeruhr

Die Jugendstil-Spieluhr am Hohen Markt (1914) zeigt zu jeder vollen Stunde eine andere historische Figur — von Marc Aurel bis Maria Theresia. Um 12 Uhr mittags paradieren alle 12 Figuren hintereinander: ein kleines Spektakel, das täglich Dutzende Touristen anzieht.

Tipp

Die Innere Stadt ist kompakt: Vom Stephansdom zum Kohlmarkt sind es 5 Gehminuten, zur Hofburg 10. Spare dir die Fiaker (Pferdekutschen) — 80 € für 20 Minuten. Zu Fuß siehst du mehr und es kostet nichts.

Schloss Schönbrunn★★★

Schönbrunner Schloßstraße 47, 1130 Wien
Täglich 9–17 Uhr (Sommer bis 17:30 Uhr)
Imperial Tour 16 €, Grand Tour 20 €, Kombiticket mit Zoo 49 €

Die Sommerresidenz der Habsburger ist Österreichs meistbesuchte Sehenswürdigkeit — und das aus gutem Grund. Das barocke Schloss mit seinen 1.441 Zimmern, dem weitläufigen Schlosspark und dem ältesten Zoo der Welt (Tiergarten Schönbrunn, 1752) ist ein Gesamtkunstwerk, das die imperiale Macht der Habsburger-Dynastie auf atemberaubende Weise veranschaulicht.

★★★ Das Schloss

Maria Theresia ließ das Schloss ab 1743 zum heutigen Prachtbau umgestalten. Die „Grand Tour" führt durch 40 Prunkräume: das Millionenzimmer mit indisch-persischen Miniaturen auf Rosenholztäfelung, die Große Galerie mit ihren Deckenfresken (hier tanzten Kaiser und Könige), das Spiegelkabinett (hier spielte der sechsjährige Mozart für Maria Theresia) und die privaten Gemächer von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Sisi.

Besonders berührend: Franz Josephs spartanisches Schlafzimmer — der Kaiser schlief auf einem einfachen Feldbett und stand jeden Morgen um 3:30 Uhr auf. Ein Kontrastprogramm zur umgebenden Pracht.

★★★ Schlosspark & Gloriette

Der 1,2 km² große Schlosspark (frei zugänglich!) ist ein barockes Meisterwerk der Gartenkunst: symmetrische Alleen, Brunnen, Statuen und der berühmte Neptunbrunnen. Am Hügel thront die Gloriette (1775), ein Triumphbogen-artiger Aussichtspavillon mit Café — von hier aus der beste Blick über Schloss und Stadt. Die Wanderung zur Gloriette dauert 15 Minuten bergauf und ist bei Sonnenuntergang magisch.

★★ Tiergarten Schönbrunn

Der älteste durchgehend bestehende Zoo der Welt (gegründet 1752 von Kaiser Franz I.) hat sich vom imperialen Kuriositätenkabinett zum modernen Artenschutz-Zoo gewandelt. Stars: die Großen Pandas (Wiens Lieblinge), Sibirische Tiger, Koalas und der historische Kaiserpavillon als Zoomittelpunkt. Mehrfach zum besten Zoo Europas gewählt.

Täglich ab 9 Uhr (Schließzeit saisonal 16:30–18:30 Uhr). Erwachsene 29 €, Kinder 15 €. Mit Wien-Karte 10 % Ermäßigung.

★ Irrgarten & Kronprinzengarten

Im Schlosspark versteckt sich ein Heckenlabyrinth (seit 1720), das Kindern und Erwachsenen gleichermaßen Spaß macht. Daneben der intime Kronprinzengarten — hier spielte der kleine Kronprinz Rudolf, bevor seine Geschichte tragisch endete.

Tipp

Komme zur Schlossöffnung um 9:00 Uhr — bis 10:30 Uhr hast du die Prunkräume fast für dich allein. Ab 11 Uhr schieben sich die Reisegruppen durch. Die „Imperial Tour" (22 Räume, 16 €) reicht für die meisten Besucher; die „Grand Tour" (40 Räume, 20 €) lohnt sich nur für Habsburger-Fans.

Hofburg & Museumsquartier★★★

Schatzkammer 16 €, Sisi Museum 18 €, MQ-Museen 14–16 €

Die Hofburg war über 600 Jahre lang das Machtzentrum der Habsburger — vom 13. Jahrhundert bis zum Ende der Monarchie 1918. Heute beherbergt der riesige Gebäudekomplex die Österreichische Nationalbibliothek, die Spanische Hofreitschule, die Schatzkammer und die Amtsräume des Bundespräsidenten. Man könnte hier leicht einen ganzen Tag verbringen und hätte trotzdem nicht alles gesehen.

★★★ Kaiserliche Schatzkammer

Die bedeutendste Schatzkammer der Welt: die Krone des Heiligen Römischen Reiches (10. Jahrhundert), der Burgunderschatz, die Heilige Lanze (angeblich die Lanze des Longinus) und der größte geschliffene Smaragd der Welt (2.680 Karat). Selbst für Menschen, die sich nicht für Monarchie interessieren, ist die schiere Pracht dieser Sammlung überwältigend.

Schweizerhof, Hofburg. 16 €. Mi–Mo 9–17:30 Uhr, Di geschlossen.

★★★ Spanische Hofreitschule

Seit über 450 Jahren werden hier Lipizzaner-Hengste in der Kunst der klassischen Reitkunst trainiert — eine Tradition, die zum immateriellen UNESCO-Welterbe gehört. Die Morgenarbeit (Montag-Pause) bietet eine erschwingliche Möglichkeit (16 €), die Pferde beim Training in der barocken Winterreitschule zu beobachten. Die Galavorstellungen (ab 30–185 €) sind oft Monate im Voraus ausverkauft.

Michaelerplatz 1. Morgenarbeit 16 €, Galaabende 30–185 €. Vorstellungen: Mi, Sa, So (saisonal). Tickets unbedingt vorbuchen!

★★★ Sisi Museum & Kaiserappartements

Im Reichskanzleitrakt der Hofburg: die privaten Wohn- und Arbeitsräume von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth („Sisi"). Das Museum zeichnet das wahre Leben der Kaiserin nach — weit entfernt von der verkitschten Filmversion: eine rastlose, magersüchtige, hochintelligente Frau, die die Enge des Hofes hasste und durch Europa floh. Ihre Gymnastikgeräte, ihre Diätrezepte (Kalbfleischsaft zum Frühstück!) und ihre Todesmaske sind zutiefst menschliche Exponate.

Michaelerkuppel, Hofburg. 18 € (inkl. Silberkammer & Kaiserappartements). Täglich 9–17:30 Uhr.

★★★ Museumsquartier (MQ)

Einer der größten Kulturkomplexe der Welt, untergebracht in den ehemaligen kaiserlichen Hofstallungen. Auf 60.000 m² vereinen sich das Leopold Museum (weltgrößte Schiele-Sammlung, 16 €), das MUMOK (Museum Moderner Kunst, 14 €), die Kunsthalle Wien und Dutzende kleine Galerien, Cafés und Designshops. Im Sommer bevölkern Tausende die bunten „Enzis" (Sitzmöbel) im Innenhof — Wiens entspanntester Treffpunkt.

Museumsplatz 1. MQ-Gelände frei. Museen: 14–16 € einzeln, MQ-Kombiticket 35 €. Die meisten Museen: Mo geschlossen.

★★ Albertina

Eine der bedeutendsten Grafiksammlungen der Welt: Dürer, Klimt, Schiele, Monet, Picasso. Die Dauerausstellung „Monet bis Picasso" ist allein den Besuch wert. Dazu kommen wechselnde Blockbuster-Ausstellungen. Das Gebäude selbst — ein Palais an der Südspitze der Hofburg — bietet von der Bastei einen fantastischen Blick über den Burggarten.

Albertinaplatz 1. 18,90 €. Täglich 10–18 Uhr, Mi & Fr bis 21 Uhr.

Tipp

Das MQ ist Wiens bestes Preis-Leistungs-Viertel: Im Leopold Museum die Schiele-Sammlung sehen, dann im MUMOK zeitgenössische Kunst, anschließend auf einem Enzi im Innenhof einen Spritzer trinken — ein perfekter Halbtag für unter 40 €.

Belvedere & Kunsthistorisches Museum★★★

Belvedere 18,50 €, KHM 21 €, NHM 16 €

Wien ist eine der großen Kunstmetropolen der Welt — und zwei Häuser stechen selbst in dieser Fülle heraus: das Obere Belvedere mit Klimts „Kuss" und das Kunsthistorische Museum mit einer der reichsten Altmeister-Sammlungen Europas.

★★★ Oberes Belvedere

Das barocke Schloss des Prinzen Eugen von Savoyen (erbaut 1714–1723) beherbergt die Österreichische Galerie — und damit das Nationalheiligtum der österreichischen Kunst: Gustav Klimts „Der Kuss" (1907/08). Das goldglänzende Gemälde ist kleiner, als man erwartet (180 × 180 cm), aber seine Wirkung in dem hohen Barockraum ist überwältigend. Dazu kommen Klimts „Judith", Schieles Selbstporträts, Kokoschkas Expressionismus und Jacques-Louis Davids „Napoleon am Großen St. Bernhard".

Nach dem Museumsbesuch: unbedingt den Schlossgarten durchschreiten — die barocke Gartenachse zwischen Oberem und Unterem Belvedere mit dem Spiegelteich ist einer der fotogensten Orte Wiens.

Prinz-Eugen-Straße 27. 18,50 €. Täglich 9–18 Uhr, Fr bis 21 Uhr. Audio-Guide 6 €.

★★★ Kunsthistorisches Museum (KHM)

Eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt, erbaut 1891 von Kaiser Franz Joseph, um die Sammlungen der Habsburger zu vereinen. Die Gemäldegalerie allein rechtfertigt eine Reise nach Wien: Bruegels Jäger im Schnee (das meistabgebildete Winterbild der Kunstgeschichte), Vermeers Malkunst, Raffaels Madonna im Grünen, Caravaggios Rosenkranzmadonna, Velázquez' Infantinnen-Porträts und eine der weltweit größten Rubens-Sammlungen.

Nicht verpassen: die Ägyptisch-Orientalische Sammlung (eine der fünf größten weltweit), die Kunstkammer mit der berühmten Saliera von Benvenuto Cellini und das prachtvolle Stiegenhaus mit Klimts Zwickelbildern.

Maria-Theresien-Platz. 21 €. Di–So 10–18 Uhr, Do bis 21 Uhr. Mo geschlossen. Audio-Guide frei (im Ticket enthalten).

★★ Unteres Belvedere

Während das Obere Belvedere die Stars zeigt, bietet das Untere Belvedere wechselnde Sonderausstellungen auf internationalem Niveau. Die Orangerie und der Marmorsaal sind architektonisch spektakulär. Oft weniger überlaufen als der große Bruder oben — und manchmal lohnender.

Rennweg 6. 16 € (Kombiticket Oberes + Unteres Belvedere 25 €). Täglich 10–18 Uhr.

★★ Naturhistorisches Museum (NHM)

Direkt gegenüber dem KHM am Maria-Theresien-Platz steht sein Zwilling: das Naturhistorische Museum. Star ist die Venus von Willendorf (29.500 Jahre alt, 11 cm klein) — eine der ältesten Menschendarstellungen überhaupt. Dazu: Dinosaurier-Skelette, die Edelsteinsammlung (darunter ein 117 kg schwerer Topas) und seit 2023 ein neuer Saal zur Klimakrise.

Burgring 7. 16 €. Mi–Mo 9–18:30 Uhr, Mi bis 21 Uhr, Di geschlossen.

Tipp

Donnerstagabend ist Kunstabend: Das KHM hat bis 21 Uhr geöffnet, es gibt oft Sonderveranstaltungen mit Musik in den Sälen. Freitagabend dasselbe im Belvedere. Abendbesuche sind stimmungsvoller und deutlich weniger voll.

Prater & Donauinsel★★

Riesenrad 15 €, Prater-Gelände frei, Donauinsel frei

Wien hat eine überraschend grüne, wassernahe Seite — und die zeigt sich am besten im Prater und auf der Donauinsel. Hier kommt Wien runter, treibt Sport, grillt und feiert.

★★★ Wiener Riesenrad

Das Wahrzeichen Wiens neben dem Stephansdom: Das 1897 erbaute Riesenrad im Wurstelprater dreht sich seit über 125 Jahren und bietet aus 65 Metern Höhe einen legendären Blick über die Stadt. Die Fahrt dauert 12–15 Minuten — langsam genug, um Fotos zu machen und die Aussicht zu genießen. Nachts beleuchtet: romantisch und ikonisch zugleich.

Filmfans kennen es aus dem Thriller „Der dritte Mann" (1949): Hier hält Orson Welles als Harry Lime seine berühmte Kuckucksuhr-Rede.

Riesenradplatz 1, 1020 Wien. 15 € (Kinder 7 €). Jan–März: 10–19:45 Uhr, April–Okt: 9–23:45 Uhr, Nov–Dez: 10–21:45 Uhr.

★★ Wurstelprater (Vergnügungspark)

Rund um das Riesenrad erstreckt sich der Wurstelprater — ein Vergnügungspark im Retro-Stil mit Achterbahnen, Geisterbahnen, Autodrom und Buden. Kein Disneyland, sondern herrlich altmodisch-wienerisch: Schmalzgebäck, Dosenwurf, Lottobuden. Der Eintritt ins Gelände ist frei, die einzelnen Fahrten kosten 3–8 €. Perfekt für Familien und für alle, die den Charme vergangener Jahrmärkte lieben.

★★ Grüner Prater (Hauptallee)

Der Wurstelprater ist nur ein kleiner Teil des Praters: Der Großteil der 6 km² großen Parkanlage ist wilder, grüner Auwald. Die schnurgerade Hauptallee (4,4 km) ist Wiens beliebteste Lauf- und Radstrecke. Im Prater joggen, Rad fahren, picknicken oder einfach unter den alten Kastanien spazieren — ein Stück Natur mitten in der Stadt.

★★ Donauinsel

Die 21,1 km lange künstliche Insel zwischen Donau und Neuer Donau ist Wiens Freizeit-Hotspot: Strandbäder (kostenlos!), Grillplätze, Radwege, Wassersport und im Sommer das Donauinselfest — Europas größtes Open-Air-Festival (3 Tage, 3 Millionen Besucher, kostenloser Eintritt!). An der Alten Donau reihen sich Strandbars und Bootsverleih-Stationen aneinander.

U1 Donauinsel oder U6 Neue Donau. Bootsverleih ab 8 €/Std. SUP ab 15 €/Std. Copa Beach: Strandbars mit DJ, Mai–Sept.

★ Donauturm

Wiens höchster Aussichtspunkt: 252 Meter über der Donaustadt. Der Turm (1964) bietet einen Rundumblick bis zu den Alpenausläufern und ins Marchfeld. Oben gibt es ein Drehrestaurant — das Essen ist mittelmäßig, aber die Aussicht erstklassig.

Donauturmstraße 4. 16 € (Kinder 9 €). Täglich 10–24 Uhr. U1 Alte Donau.

Tipp

Die Donauinsel ist Wiens bestgehütetes Geheimnis für heiße Sommertage: Gratis-Strandbad, kaltes Bier in der Copa Beach, Sonnenuntergang am Wasser. Kein Tourist, nur Wiener. Nimm die U1 bis „Donauinsel" und biege links ab zum Nordstrand.

Naschmarkt & Freihausviertel★★

Wienzeile, 1060 Wien
Mo–Fr 6–19:30 Uhr, Sa 6–18 Uhr, So geschlossen

Der Naschmarkt ist Wiens Bauch — und sein multikulturellstes Viertel. Seit dem 16. Jahrhundert wird hier gehandelt, gefeilscht und geschlemmt. Zusammen mit dem angrenzenden Freihausviertel (4. Bezirk) bildet er Wiens lebendigstes Stadtviertel.

★★★ Naschmarkt

Über 1,5 km erstreckt sich Wiens größter Markt entlang der Wienzeile — rund 120 Stände und Lokale bieten alles von steirischem Kürbiskernöl über türkisches Baklava bis zu japanischem Sushi. Der Markt spiegelt Wiens Einwanderungsgeschichte: österreichische Käsestände neben balkanischen Ćevapčići-Buden, indischen Gewürzhändlern und persischen Restaurants.

Die linke Seite (Richtung Kettenbrückengasse) ist traditioneller — Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch. Die rechte Seite ist gastronomischer — Restaurants, Weinbars, Delikatessen. Am besten morgens kommen (vor 10 Uhr), wenn die Händler ihre frische Ware auslegen und die Touristenmassen noch fern sind.

Wienzeile, zwischen U4 Kettenbrückengasse und Karlsplatz. Mo–Fr 6–19:30 Uhr, Sa 6–18 Uhr. Samstags zusätzlich Flohmarkt (ab 6:30 Uhr am westlichen Ende). So geschlossen!

★★ Jugendstil-Häuser an der Wienzeile

Direkt am Naschmarkt stehen zwei der berühmtesten Jugendstil-Gebäude Wiens: Otto Wagners Majolikahaus (Linke Wienzeile 40) mit seiner floralen Keramikfassade und das Medaillonhaus (Nr. 38) mit vergoldeten Ornamenten von Koloman Moser. Architektur-Highlights, die man beim Marktbummel fast übersieht.

★★ Freihausviertel

Südlich des Naschmarkts hat sich das ehemalige Arbeiterviertel zum kreativen Hotspot gewandelt: unabhängige Galerien, Vintage-Läden, Naturweinbars und Wiens beste Third-Wave-Cafés. Die Schleifmühlgasse ist das Zentrum der Szene — hier reihen sich Concept Stores und Ateliers aneinander. Donnerstagabend ist „Freihausviertel-Abend": viele Galerien laden zur Vernissage mit Gratiswein.

★ Flohmarkt am Naschmarkt

Jeden Samstag ab 6:30 Uhr verwandelt sich das westliche Ende des Naschmarkts in Wiens größten Flohmarkt: Antiquitäten, Vinyl-Platten, DDR-Kameras, k.u.k.-Porzellan, Vintage-Kleidung und skurrile Fundstücke. Frühaufsteher finden die besten Stücke — ab 9 Uhr wird es voll, ab 11 Uhr ist die Auswahl dünn.

Tipp

Samstag ist Naschmarkt-Tag: Erst den Flohmarkt am westlichen Ende durchstöbern (ab 7 Uhr), dann gemütlich Richtung Osten durch den Lebensmittelmarkt bummeln und beim Umar (Stand 76) ein türkisches Frühstück mit Menemen, Fladenbrot und Tee nehmen — 12 € für ein Festmahl.

Heurigen in Grinzing★★€€

Viertel Wein 3–5 €, Buffet-Teller 8–14 €

Kein Wien-Besuch ist vollständig ohne einen Abend beim Heurigen — den traditionellen Weinschenken, in denen Wiener Winzer ihren eigenen jungen Wein (den „Heurigen") ausschenken. Das Wort bezeichnet sowohl den Wein als auch das Lokal. Erkennbar am Föhrenbuschen (Kiefernzweig) über der Tür: Hängt er, ist „ausg'steckt" — das Lokal hat geöffnet.

Die Tradition

Seit Kaiser Joseph II. 1784 per Erlass erlaubte, dass Winzer ihren eigenen Wein direkt verkaufen dürfen, gehört der Heurige zu Wien wie der Stephansdom. Serviert wird der letzte Jahrgang (daher „Heuriger" — der „Heurige", der Diesjährige): frischer, leichter Wein, oft noch trüb, dazu kalte Buffets mit Liptauer (Paprika-Aufstrich), Geselchtem, Käse und Erdäpfelsalat.

★★★ Grinzing — das Heurigen-Dorf

Der bekannteste Heurigen-Ort liegt am Fuß des Kahlenbergs im 19. Bezirk. Die Cobenzlgasse und Himmelstraße sind gesäumt von Heurigen mit lauschigen Gastgärten unter Weinranken. Ja, Grinzing ist touristisch — aber die Atmosphäre an einem lauen Sommerabend ist trotzdem einzigartig. Für authentischere Erlebnisse weiche auf Neustift am Walde, Stammersdorf oder Nussdorf aus.

Empfohlene Heurige

Weingut Fuhrgassl-Huber · Neustift am Walde 68
Großer Gastgarten mit Blick über die Weinberge. Ausgezeichnete Weine, besonders der Grüne Veltliner und der Gemischte Satz. Viertel (0,25 l) ab 3,50 €. Buffet-Teller 8–14 €.
Mi–So 15–23 Uhr (nur bei Aussteckzeiten — Website prüfen!)

Heuriger Sirbu · Kahlenberger Straße 210
Versteckt in den Weinbergen über Nussdorf — einer der romantischsten Heurigen Wiens. Nur über einen steilen Fußweg erreichbar (10 Min. bergauf), dafür mit Traumblick über die Donau. Bioweine, ehrliches Buffet. Viertel ab 4 €.
April–Okt, nur bei Aussteckzeiten. Kein Auto, nur zu Fuß!

Mayer am Pfarrplatz · Pfarrplatz 2, Heiligenstadt
Historischer Heuriger in dem Haus, in dem Beethoven 1817 Teile der 9. Symphonie komponierte. Gehobener als die meisten Heurigen, mit excellenten Weinen und warmer Küche. Hauptgerichte 14–22 €.
Mo–Sa 16–24 Uhr, So 11–24 Uhr

Buschenschank Hengl-Haselbrunner · Iglaseegasse 10, Grinzing
Traditioneller Familienbetrieb, weniger touristisch als die Hauptstraße. Gemütlicher Innenhof, ehrliche Buffet-Küche, freundliche Bedienung. Viertel ab 3,20 €.
Mo–Sa 16–24 Uhr

Tipp

Vermeide die großen Heurigen direkt an der Grinzinger Hauptstraße — die sind auf Reisebusse eingestellt. Die besten Erlebnisse findest du in den Seitengassen oder in Neustift am Walde und Stammersdorf. Und bestelle „G'spritzten" (Weinschorle) statt puren Weins — so machen es die Wiener.

Kaffeehauskultur — die Top 5★★★€€

Melange 5,40–7,50 €, Torte 5,50–8,50 €

Das Wiener Kaffeehaus ist seit 2011 immaterielles UNESCO-Kulturerbe — und das zu Recht. Es ist kein Café im modernen Sinn, sondern eine Institution: ein Ort, an dem man stundenlang bei einer einzigen Melange sitzen darf, Zeitung liest (am Zeitungshalter!), schreibt, diskutiert oder einfach die Welt beobachtet. Der Ober (niemals „Kellner"!) bringt ungefragt ein Glas Wasser zum Kaffee und lässt dich in Ruhe. Das Wiener Kaffeehaus ist demokratisch: Hier saßen schon Trotzki, Freud, Klimt und Altenberg nebeneinander.

1. Café Central ★★★

Das berühmteste Kaffeehaus der Welt. In den gotischen Arkaden des Palais Ferstel trafen sich ab 1876 Sigmund Freud, Leo Trotzki, Arthur Schnitzler und Peter Altenberg (dessen Pappmaché-Figur noch immer am Eingang sitzt). Die Deckengewölbe, die Marmorsäulen und das Klavier-Spiel am Nachmittag schaffen eine Atmosphäre, die selbst abgebrühte Reisende berührt. Ja, es ist touristisch — aber es ist auch wirklich so schön, wie alle sagen.

Herrengasse 14. Melange 7,20 €, Apfelstrudel 7,50 €. Mo–Sa 8–22 Uhr, So 10–22 Uhr. Oft Warteschlange ab 14 Uhr — komme morgens!

2. Café Hawelka ★★★

Das Künstler-Kaffeehaus. Gegründet 1939, wurde es nach dem Krieg zum Treffpunkt der Wiener Bohème: Hundertwasser, Gerstl, Rühm — alle saßen hier. Die Einrichtung ist seit Jahrzehnten unverändert: abgewetzte Samtbänke, vergilbte Wände, gedämpftes Licht. Ab 22 Uhr werden die legendären Buchteln (gefüllte Germknödel) serviert — heiß, süß und der perfekte Abschluss eines Wien-Abends. Das Hawelka hat keine Speisekarte — man bestellt, was der Ober empfiehlt.

Dorotheergasse 6. Melange 5,80 €, Buchteln 5,50 € (ab 22 Uhr). Mo, Mi–Sa 8–2 Uhr, So 10–2 Uhr, Di geschlossen.

3. Café Sperl ★★★

Das schönste Kaffeehaus Wiens — und das authentischste. Seit 1880 in einem prächtigen Gründerzeit-Raum mit originalem Mobiliar, Billardtischen und der berühmten Sperl-Torte (Schokolade-Nougat). Hier sitzen noch immer mehr Wiener als Touristen: Pensionisten mit der Kronenzeitung, Studenten über Büchern, Geschäftsleute über Verlängerten. Sonntags spielt ein Pianist. Kein WLAN — absichtlich.

Gumpendorfer Straße 11. Melange 5,60 €, Sperl-Torte 6,20 €. Mo–Sa 7–23 Uhr, So 10–20 Uhr. Juli–Aug So geschlossen.

4. Café Prückel ★★

Das 50er-Jahre-Kaffeehaus am Stubenring mit intakter Inneneinrichtung aus 1955: Resopalplatten, Nierentische, Stehlampen. Das Prückel hat den Sprung in die Moderne übersprungen und ist dadurch wieder modern geworden. Beliebt bei Kunststudenten (die Universität für angewandte Kunst ist nebenan). Im Untergeschoss: regelmäßige Klavierkonzerte und Lesungen.

Stubenring 24. Melange 5,40 €. Täglich 8:30–22 Uhr.

5. Café Landtmann ★★

Das Kaffeehaus der Mächtigen: Direkt neben dem Burgtheater und dem Rathaus gelegen, ist das Landtmann seit 1873 das Stammcafé von Politikern, Schauspielern und Journalisten. Sigmund Freud kam täglich. Die Terrasse zum Ring ist Wiens elegantester Ort für einen Nachmittagskaffee. Gehobener als die anderen — Preise entsprechend.

Universitätsring 4. Melange 7,50 €, Sachertorte 8,50 €. Täglich 7:30–22 Uhr (Küche bis 21 Uhr).

Tipp

Die Wiener Kaffeekarte ist eine Wissenschaft: „Melange" = Milchkaffee mit Schaum, „Verlängerter" = verlängerter Espresso (ähnlich Americano), „Kleiner Brauner" = Espresso mit Milch, „Einspänner" = doppelter Espresso mit Schlagobershaube im Glas. Bestelle nie „Kaffee" — das gibt es in Wien nicht.

Essen: Schnitzel, Tafelspitz & Sachertorte

Schnitzel 10–25 €, Tafelspitz 28–35 €, Sachertorte 7,50–9,50 €/Stück

Die Wiener Küche ist keine Diätküche — sie ist kaiserlich, deftig und süß. Sie vereint Einflüsse aus dem gesamten Habsburgerreich: böhmische Knödel, ungarischen Gulasch, italienische Einflüsse und die hohe französische Kochkunst. Drei Gerichte sind heilig — das Schnitzel, der Tafelspitz und die Sachertorte. Wer Wien verlässt, ohne alle drei probiert zu haben, war nicht wirklich da.

Das Wiener Schnitzel

Das echte Wiener Schnitzel ist immer aus Kalbfleisch (Schwein heißt „Schnitzel Wiener Art" — ein himmelweiter Unterschied). Es wird dünn geklopft, in Mehl, Ei und Semmelbröseln paniert und in Butterschmalz schwimmend herausgebacken. Die Panier muss wellig aufgehen und sich soufflé-artig vom Fleisch lösen — flach anliegende Panier ist ein Zeichen von Pfusch. Serviert wird es mit Preiselbeeren, Erdäpfelsalat und einer Zitronenspalte. Ketchup ist ein Verbrechen.

Figlmüller · Wollzeile 5 · €€
Wiens berühmtestes Schnitzel — seit 1905. Das Schnitzel ragt über den Tellerrand hinaus (30+ cm Durchmesser), die Panier ist perfekt, das Fleisch zart. Touristisch? Ja. Trotzdem großartig? Ja. Schnitzel 19,90 €. Reservierung zwingend, sonst 45+ Min. Wartezeit.
Täglich 11–22 Uhr. Zweite Filiale: Bäckerstraße 6 (oft kürzer Warteschlange).

Meissl & Schadn · Schubertring 10–12 · €€€
Die moderne Schnitzel-Kathedrale am Ring: elegantes Interieur, das Schnitzel-Menü bietet verschiedene Fleischsorten (Kalb, Huhn, Schwein) und Panierungen. Das klassische Kalbsschnitzel (24 €) ist makellos. Dazu exzellenter österreichischer Wein. Hauptgerichte 18–35 €.
Mo–Sa 12–23 Uhr, So 12–21 Uhr

Gasthaus Pöschl · Weihburggasse 17 · €€
Altwiener Gasthaus abseits der Touristenströme: ehrliches Handwerk, perfektes Schnitzel (17,50 €), gute Beilagen, faire Preise. Hier essen Wiener — und das ist das beste Qualitätsmerkmal.
Mo–Sa 11–23 Uhr

Der Tafelspitz

Kaiser Franz Josephs Lieblingsgericht: gekochtes Rindfleisch (Tafelspitz ist der Schnitt) in klarer Rindssuppe, serviert mit Apfelkren (Meerrettich), Schnittlauchsoße und Rösterdäpfeln. Ein Gericht von schlichter Eleganz, das die Qualität des Fleisches in den Mittelpunkt stellt.

Plachutta · Wollzeile 38 · €€€
DAS Tafelspitz-Restaurant Wiens — eine Institution seit 1986. Der Tafelspitz wird im Kupfertopf am Tisch serviert, dazu Markknödel in der Brühe und die klassischen Beilagen. Tafelspitz 32,90 €. Teuer, aber perfekt. Reservierung empfohlen.
Täglich 11:30–23 Uhr

Die Sachertorte

Der berühmteste Kuchen der Welt: zwei Schichten dunkler Schokoladenbiskuit, dazwischen Marillenmarmelade, überzogen mit Schokoladenglasur. Erfunden 1832 vom 16-jährigen Lehrling Franz Sacher für Fürst Metternich. Die Torte löste einen legendären Rechtsstreit zwischen dem Hotel Sacher und der Konditorei Demel aus — beide beanspruchen das Originalrezept.

Café Sacher · Philharmonikerstraße 4 · €€€
Die „Original Sacher-Torte": dichter, dunkler, üppiger. Ein Stück 9,50 €, dazu eine Melange 6,50 €. Die Atmosphäre im roten Salon ist opulent. Warteschlange oft 20+ Minuten — komme vor 14 Uhr.
Täglich 8–24 Uhr

Konditorei Demel · Kohlmarkt 14 · €€€
Die „Demels Sachertorte": leichter, feiner, eleganter. Ein Stück 7,50 €. Die Schaufensterkonditorei ist ein Erlebnis — man sieht den Konditoren durch die Glasscheibe beim Arbeiten zu. Wer hat die bessere Torte? Probiere beide und entscheide selbst.
Täglich 9–19 Uhr

Weitere Wiener Klassiker

Gulasch — Ungarisch inspiriert, in Wien perfektioniert: zarter Rindergulasch mit Paprika, Zwiebeln und Semmelknödel. Am besten im Gulaschmuseum (Schulerstraße 20, Gulasch ab 14 €) oder bei Zum Schwarzen Kameel (Bognergasse 5, Gulasch 18 €).

Kaiserschmarrn — Zerrissener Palatschinken mit Rosinen und Zwetschgenröster. Im Café Diglas (Wollzeile 10, 13,50 €) oder im Gasthaus Reinthaler (Gluckgasse 5, 11 €).

Würstelstand — Wiens demokratischster Ort: Um 2 Uhr nachts stehen Opernbesucher im Smoking neben Taxifahrern beim Bitzinger (Albertinaplatz) und essen Käsekrainer (Käsewurst, 5,50 €) mit scharfem Senf. Der Würstelstand am Hohen Markt ist ebenfalls legendär.

Tipp

Wiener Geheimtipp für Schnitzel: Gehe nicht zum Figlmüller (zu voll), sondern ins Gasthaus Pöschl oder ins Schnitzelwirt (Neubaugürtel 52, 7. Bezirk) — dort bekommst du ein riesiges Schweineschnitzel für 10 € in einem Wirtshaus, in dem seit 1862 gebrutzelt wird.

Praktische Tipps

Anreise

Der Flughafen Wien-Schwechat (VIE) liegt 18 km südöstlich. Der City Airport Train (CAT) fährt in 16 Minuten nonstop zum Wien Mitte (14 € einfach, 24 € retour). Günstiger: die S7 (Schnellbahn) braucht 25 Minuten und kostet nur 2,40 € mit Wiener-Linien-Ticket. Taxi zum Zentrum: Fixpreis 39 €.

Mit dem Zug ist Wien hervorragend erreichbar: ÖBB-Railjet ab München (4 Std., ab 29 €), ab Salzburg (2:20 Std., ab 19 €), ab Budapest (2:40 Std., ab 14 €). Der Wien Hauptbahnhof (2015 eröffnet) ist modern und zentral.

Öffentliche Verkehrsmittel

Wiens Öffi-Netz (Wiener Linien) ist exzellent: 5 U-Bahn-Linien, 29 Tram-Linien, 127 Buslinien. Alles fährt pünktlich, sauber und bis ca. 0:30 Uhr (am Wochenende fahren die U-Bahnen durchgehend 24 Stunden!).

  • Einzelfahrt: 2,40 €
  • 24-Stunden-Karte: 8 €
  • 48-Stunden-Karte: 14,10 €
  • 72-Stunden-Karte: 17,10 €
  • Wochenkarte: 17,10 € (Mo–Mo)

Die Vienna City Card (17 € / 24 Std., 25 € / 48 Std.) inkludiert Öffis + Rabatte in 200+ Museen und Restaurants — lohnt sich ab 2 Museumsbesuchen pro Tag.

Übernachtung

€ Budget: wombats City Hostel Naschmarkt (Bett im Dorm ab 25 €), Motel One Wien-Staatsoper (DZ ab 89 €) — beide zentral und sauber.
€€ Mittelklasse: Hotel Capricorno (Schwedenplatz, DZ ab 120 €), Ruby Marie (Mariahilfer Straße, DZ ab 110 €) — stylisch und gut gelegen.
€€€ Gehoben: Hotel Sacher (ab 450 €), The Amauris (ab 350 €), Park Hyatt Vienna (ab 380 €) — für den besonderen Anlass.

Beste Reisezeit

April–Juni: Ideal. Milde Temperaturen (15–25°C), blühende Parks, Heurigen-Saison beginnt. Ostermarkt auf dem Freyung.
Juli–August: Heiß (30–35°C), viele Wiener im Urlaub. Günstigere Hotels, aber schwüle Luft. Tipp: Donauinsel und Alte Donau zum Abkühlen.
September–Oktober: Perfekt. Weinlese, goldener Herbst, Kaffeehauswetter. Wiens schönste Jahreszeit.
November–Dezember: Christkindlmärkte! Rathausplatz, Schönbrunn, Spittelberg — Wien im Advent ist magisch. Kalt (0–5°C), aber stimmungsvoll.
Jänner–März: Ballsaison! Opernball (letzter Donnerstag im Fasching), Philharmonikerball, über 450 Bälle. Kalt, aber kulturell die intensivste Zeit.

Stadtrundgang

Ringstraße bis Stephansdom

3–4 Stunden 5,5 km

Vom imperialen Prachtboulevard durch die elegante Innere Stadt zum gotischen Herzen Wiens. Dieser Spaziergang verbindet die wichtigsten Bauten der Ringstraße mit den mittelalterlichen Gassen rund um den Stephansdom — ein Gang durch 800 Jahre Wiener Geschichte.

1

Staatsoper

Start am prachtvollsten Gebäude der Ringstraße. Die Wiener Staatsoper (1869) war der erste fertiggestellte Ringstraßen-Bau — und wurde so heftig kritisiert, dass einer der Architekten sich das Leben nahm. Heute ist sie eines der bedeutendsten Opernhäuser der Welt. Vor dem Eingang: die Brunnen mit den Allegorien der Musik. Stehplätze ab 4 € — Wiens bestes Kulturschnäppchen.

15 Min.
2

Burggarten & Mozartdenkmal

Durch den Burggarten spazieren: die ehemalige Privatanlage der Habsburger ist heute ein öffentlicher Park mit dem berühmten Mozartdenkmal (1896) und dem Jugendstil-Palmenhaus (heute ein schickes Café und Schmetterlingshaus). Der Notenschlüssel aus Blumen vor der Mozart-Statue ist Wiens meistfotografiertes Gartenmotiv.

15 Min.
3

Heldenplatz & Neue Burg

Der monumentale Heldenplatz mit den Reiterstatuen von Erzherzog Karl und Prinz Eugen. Die Neue Burg (1913) — der letzte imperiale Prachtbau, fertiggestellt kurz vor dem Ende der Monarchie — beherbergt heute das Weltmuseum, die Waffensammlung und den Ephesos-Saal. Von hier rief Hitler 1938 den „Anschluss" Österreichs aus — eine Stelle, die auch zum Nachdenken mahnt.

20 Min.
4

Parlament & Rathaus

Am Ring weiter zum Parlament (griechisch-klassizistisch, mit Pallas-Athene-Brunnen) und gegenüber zum neugotischen Rathaus — einem der prächtigsten Rathäuser Europas. Im Dezember findet vor dem Rathaus der berühmte Christkindlmarkt statt, im Sommer das Film Festival mit Gratis-Freiluftkino und Food-Ständen.

15 Min.
5

Burgtheater

Direkt gegenüber dem Rathaus: das Burgtheater (1888), Europas zweitältestes Sprechtheater und „die Burg" — für Wiener die heiligste Bühne der deutschsprachigen Theaterwelt. Die Deckengemälde im Treppenhaus stammen von Gustav und Ernst Klimt. Führungen täglich 15 Uhr (9 €).

10 Min.
6

Universität & Votivkirche

Die Universität Wien (1365, eine der ältesten Europas) im Renaissance-Stil und dahinter die neugotische Votivkirche — erbaut aus Dankbarkeit nach einem missglückten Attentat auf Kaiser Franz Joseph 1853. Die filigranen Doppeltürme (99 m) sind ein Meisterwerk der Neugotik. Eintritt frei.

10 Min.
7

Kohlmarkt & Demel

Vom Michaelerplatz (mit den römischen Ausgrabungen unter freiem Himmel!) über den Kohlmarkt Richtung Graben. Zwischenstopp bei Demel (Kohlmarkt 14) für ein Stück Sachertorte und einen Einspänner in der legendären k.u.k. Hofzuckerbäckerei. Die Schaufenster mit den handgefertigten Konfekt-Kunstwerken sind ein Erlebnis.

25 Min.
8

Stephansdom

Über den Graben mit der Pestsäule zum krönenden Abschluss: dem Stephansdom. Die 343 Stufen des Südturms belohnen mit dem besten Blick der Stadt. Alternativ: mit dem Aufzug auf den Nordturm zur Pummerin, der größten Glocke Österreichs (21.383 kg). Danach in einem der Gastgärten am Stephansplatz den Spaziergang bei einem Glas Grüner Veltliner ausklingen lassen.

45 Min.

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