Auswanderer-Communitys — Die Deutschen auf den Kanaren
Die Kanaren sind Europas beliebtestes Auswanderer-Ziel für deutschsprachige Residenten. Schätzungsweise 30.000–50.000 Deutsche leben permanent oder semi-permanent auf den Inseln, dazu kommen Tausende Österreicher und Schweizer. Die größten Communitys finden sich auf:
- Teneriffa Süd: Los Cristianos, Playa de las Américas, Costa Adeje — hier gibt es ganze Straßenzüge mit deutschen Bäckereien, Metzgereien, Apotheken und Immobilienmaklern. Die Gegend um den Pueblo Canario in Playa de las Américas ist praktisch ein deutsches Dorf in der Sonne
- Gran Canaria Süd: Maspalomas, Playa del Inglés, San Agustín — ähnlich wie auf Teneriffa, mit eigenen Ärzten, Anwälten und Vereinen
- Fuerteventura: Corralejo und Costa Calma haben wachsende deutsche Communitys, oft mit Surfer- und Outdoor-Fokus
- Lanzarote: Kleinere, aber etablierte deutsche Gemeinde, besonders in Playa Blanca und Costa Teguise
Die Integration variiert stark: Manche Auswanderer leben seit Jahrzehnten auf den Inseln, sprechen fließend Spanisch und sind tief in die lokale Gesellschaft integriert. Andere bewegen sich ausschließlich in der deutschen Blase — lesen die „Wochenblatt"-Zeitung, gehen zum deutschen Arzt und treffen sich im deutschen Stammtisch. Für Urlauber ist die deutsche Infrastruktur praktisch (deutschsprachige Ärzte bei Notfällen!), aber man sollte sich bewusst sein, dass diese Parallelwelt nicht das „echte" kanarische Leben widerspiegelt.
Neben den Deutschen leben auch große Communitys von Briten (besonders auf Teneriffa Süd und Lanzarote), Skandinaviern (Gran Canaria) und zunehmend Digitale Nomaden aus aller Welt (Coworking-Spaces in Santa Cruz, Las Palmas und Puerto de la Cruz boomen).
💡 Tipp
Die Clinica Tamaragua in Playa de las Américas und die Clinica Germano-Canaria in Las Palmas haben deutschsprachige Ärzte. Keine Sprachbarriere im Ernstfall — aber ganz normal über die Europäische Krankenversicherungskarte abrechenbar.