Papas Arrugadas & Mojo — Das Nationalgericht
Kein Gericht symbolisiert die Kanaren so sehr wie Papas arrugadas con mojo — „runzlige Kartoffeln" mit würziger Soße. Klingt simpel, ist es im Prinzip auch, aber die Details machen den Unterschied.
Die Kartoffeln (idealerweise die kleine, schwarzschalige Sorte „Papa Negra" oder „Papa Bonita") werden ungeschält in stark gesalzenem Wasser gekocht (traditionell: Meerwasser). Wenn das Wasser verdampft ist, bildet sich eine weiße Salzkruste auf der verschrumpelten Schale — die „Arrugas" (Runzeln). Die Kartoffeln werden ganz gegessen, mit Schale, und in die Mojos gedippt.
Die zwei klassischen Mojos:
- Mojo Rojo (Mojo Picón): Die rote, pikante Variante — aus getrockneten roten Paprika (Pimienta), Knoblauch, Kreuzkümmel, Olivenöl und Essig. Schärfe variiert von mild bis feurig. Passt zu Fleisch und Kartoffeln
- Mojo Verde: Die grüne, frische Variante — aus frischem Koriander (in manchen Regionen auch Petersilie), Knoblauch, grünem Paprika, Kreuzkümmel und Olivenöl. Passt perfekt zu Fisch und Meeresfrüchten
Jede Familie, jedes Restaurant hat sein eigenes Mojo-Rezept, und die Diskussion, welches das beste ist, kann auf den Kanaren eine ganze Mahlzeit füllen. Im Supermarkt gibt es Industrieversionen — vergiss sie. Echtes Mojo wird frisch im Mörser zubereitet.
💡 Tipp
Bestelle Papas arrugadas als Vorspeise in jedem lokalen Restaurant — und bitte ausdrücklich um „Papas Negras" oder „Papas Bonitas", die kleinen kanarischen Sorten. Die importierten Standardkartoffeln sind kein Vergleich.