Restaurant-Guide
Gut essen kann man auf Mallorca überall — aber die Unterschiede zwischen Touristenfalle und authentischem Restaurant sind gewaltig. Ein paar Tipps, um die Perlen zu finden.
Restauranttypen
- Celler — traditionelle Weinkeller-Restaurants, meist im Landesinneren (Inca, Sineu, Petra). Rustikales Ambiente, mallorquinische Hausmannskost, faire Preise. DER Ort für authentische Küche. Die besten: Celler Can Amer und Celler Can Ripoll in Inca
- Chiringuito — Strandbar/Strandrestaurant, von einfach (Pommes und Sangria) bis gehoben (gegrillter Fisch mit Meerblick). Qualität variiert enorm
- Finca-Restaurants — Restaurants auf Landgütern, oft mit eigenem Garten. Gehobenere Küche, schönes Ambiente, höhere Preise
- Tapas-Bars — besonders in Palma (La Lonja-Viertel, Santa Catalina): kleine Gerichte zum Teilen, lebhaftes Ambiente
Touristenfallen erkennen
Warnsignale: Mehrsprachige Karten mit Fotos (je mehr Sprachen, desto schlechter), Schlepper vor der Tür, Lage direkt an der Hauptpromenade, „Menu turistico" mit Sangria inklusive, Paella für 8 € (eine echte Paella dauert 45 Minuten und kostet mindestens 14–18 €). Gute Zeichen: Einheimische am Tisch, handgeschriebene Tageskarten, keine Fotos auf der Speisekarte, der Wirt spricht kaum Deutsch.
Preislevel
- Günstig (8–15 € pro Person): Pa amb oli in einer Bar, Menu del dia (Tagesmenü mit Vorspeise, Hauptgang, Dessert und Getränk — das beste Preis-Leistungs-Verhältnis auf Mallorca!), Tapas
- Mittel (20–40 €): Celler-Restaurants, gute Fischrestaurants, Finca-Küche
- Gehoben (50–120 €+): Michelin-Restaurants, Fine Dining — Mallorca hat über ein Dutzend Sternerestaurants, darunter VORO (2 Sterne), Zaranda und Andreu Genestra
Trinkgeld
In Spanien ist Trinkgeld nicht obligatorisch, aber 5–10% bei zufriedenstellendem Service sind üblich. In gehobeneren Restaurants eher 10%. In Bars und Cafes rundet man auf oder lässt das Kleingeld liegen. Trinkgeld wird immer bar gegeben, nie über die Karte.