Louvre★★★
Der Louvre ist nicht nur das meistbesuchte Museum der Welt (über 10 Millionen Besucher jährlich), sondern auch das größte: 73.000 m² Ausstellungsfläche mit über 380.000 Objekten, von denen etwa 35.000 permanent gezeigt werden. Man bräuchte geschätzte 100 Tage, um jedes Werk 30 Sekunden lang zu betrachten. Das ehemalige Königsschloss, dessen älteste Teile aus dem 12. Jahrhundert stammen, wurde 1793 zum Museum erklärt.
Die drei großen Stars kennt jeder: die Mona Lisa (Salle des États, hinter Panzerglas, stets von einer Menschenmauer umlagert — das Bild ist übrigens kleiner als erwartet: 77 × 53 cm), die Venus von Milo (griechisch, um 130 v. Chr., armlos und doch perfekt) und die Nike von Samothrake (geflügelte Siegesgöttin auf dem Treppenabsatz — einer der dramatischsten Museumspräsentationen weltweit).
Aber der Louvre hat so viel mehr: die ägyptische Abteilung (eine der wichtigsten außerhalb Kairos), Vermeers Spitzenklöpplerin, Delacroix' Freiheit führt das Volk, die Kronjuwelen in der Galerie d'Apollon, die monumentale Hochzeit zu Kana von Veronese (das größte Gemälde im Louvre, direkt gegenüber der Mona Lisa — und weitaus beeindruckender). Die Glaspyramide von I.M. Pei (1989) im Innenhof ist selbst ein Kunstwerk geworden.
💡 Tipp
Komme mittwochs oder freitags abends (geöffnet bis 21:45 Uhr) — dann sind die Säle halb leer. Betritt das Museum nicht über die Pyramide (längste Schlange), sondern über den Eingang „Passage Richelieu" oder über die Metro-Station „Palais Royal – Musée du Louvre" (unterirdischer Zugang). Plane maximal 3 Stunden pro Besuch und komme lieber zweimal.